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34 der 129 Leuchten werden auf NAV-Technik umgestellt / Der Rest wird erst bei Defekt ausgetauscht

Rat Heeßen will bei jeder vierten Lampe sparen

Heeßen (möh). Es wird in der Dunkelheit heller, es kostet weniger und vor allem verringert sich der Schadstoffausstoß. Allerdings muss erst einmal investiert werden, aber die Kosten haben sich bereits in weniger als drei Jahren amortisiert. Der Rat Heeßen hat einstimmig beschlossen, zunächst 34 der 129 Straßenlampen auf Natriumdampf-Hochdrucklampen (NAV) umzustellen. Die Umstellung könnte vielleicht noch indiesem Jahr erfolgen. Gleichzeitig genehmigte der Rat einen Bauantrag für das Grundstück Waldstraße 5a in Heeßen.

veröffentlicht am 24.09.2008 um 00:00 Uhr

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Die Umstellung ist bereits seit der Beratung des Haushaltsplanes Thema. Allerdings sollte zunächst abgewartet werden, bis Buchholz die Umstellung auf NAV-Lampen vorgenommen hatte, um sich die neue Anlage und die Art der Beleuchtung ansehen zu können. Die Nachbargemeinde, so wurde den Ratsmitgliedern erklärt, hat keine negativen Erfahrungen gemacht. Ausführlich erläuterte Andreas Ruprecht, Fachgebietsleiter Beleuchtungstechnik bei E.ON Westfalen/Weser, die Vorzüge der ins Auge gefassten Umstellung in Heeßen. So würde im Jahr weniger Strom verbraucht, die neuen Birnen geben bei weniger Leistung mehr Licht ab und der Schadstoffausstoß CO2 werde deutlich verringert. Ferner sei es möglich, die neuen Birnen per Dimmer in der Nacht noch weiter zurück zu fahren. Nach dem positiven Beschluss des Gemeinderates wird E.ON jetzt das Material bestellen und sich bemühen, die Arbeiten noch vor dem Winter auszuführen. Im Vorfeld hatte die Gemeinde der Firma eine Aufstellung der 129 Straßenlampen zur Verfügung gestellt. Für 4420 Euro plus Mehrwertsteuer wird E.ON jetzt alle Lampen überprüfen, um eine Bestandsaufnahme zu machen. In diesem Preis sind allerdings auch Service-Arbeiten wie Auswechslung von Dichtungen, Austausch aller defekten Lampen, Reinigung der Leuchtkörper innen und außen sowie eine Bestandsliste enthalten, die der Gemeinde zur Verfügung stellt wird. Die bestehenden 34 Kofferleuchten, die bisher als Quecksilberleuchten vorhanden sind, sollen in einem Zuge auf Natriumleuchten mit einer Lebensdauer und einem Wartungsrhythmus von mindestens vier Jahren umgestellt werden. Die Kosten hierfür betragen noch einmal 2890 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Langfeldleuchten sollen erst umgerüstet werden, wenn sie defekt sind. Heeßens Gemeindedirektor Bernd Schönemann, dem die Umrüstung der Lampen ein besonderes Anliegen ist: "Ein anderes Vorgehen ist nicht wirtschaftlich." Die Gemeinde muss dann pro Lampe 330 Euro plus Mehrwertsteuer zahlen. Der Rat genehmigte außerdem einstimmig und ohne Diskussion einen Bauantrag für das Grundstück Waldstraße 5a. Seitens der Gemeinde Heeßen bestehen keine Bedenken, auf diesem Grundstück ein Einfamilienhaus mit Carport zu errichten.

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