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Gemeinde hat 686 900 Euro Rücklagen

Rat gibt Vereinen großzügige Zuschüsse

Seggebruch (gus). Der Gemeinde Seggebruch geht es finanziell gut. Die ohnehin komfortablen Rücklagen sind noch einmal angewachsen, größeren Bauvorhaben kann beruhigt begegnet werden. Entsprechend spendabel zeigten sich die Ratsmitglieder bei ihrer jüngsten Sitzung.

veröffentlicht am 27.04.2007 um 00:00 Uhr

Zwei von sechs Mehrausgaben gegenüber den Haushaltsansätzen für 2006 mussten die Politiker zustimmen, weil diese oberhalb von 1000 Euro liegen. Allerdings handelte es sich um angenehme Haushaltsüberschreitungen, wie Gemeindedirektor Rolf Harmening anmerkte. Anstelle von geplanter Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 205 400 Euro wurden dem Investitionsrahmen rund 258 000 Euro zugeführt. Daraus resultierte eine Rücklagenzuführung von 52 100 Euro. Die geplante Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 82 600 Euro wurde nicht benötigt. Das finanzielle Polster der Gemeinde beträgt jetzt 686 900 Euro. Ein Grund ist ein größeres Steueraufkommen in 2006. Deshalb ist auch die Gewerbesteuerumlage um 838 Euro höher ausgefallen. Harmening signalisierte, dass auch im ersten Quartal 2007 mehr Steuern eingenommen wurden. Die Ratsmitglieder nickten gleich mehrere Ausgaben ab. So wurden die Zuwendungen an Vereine für Jugendarbeit von 200 auf 250 Euro erhöht. Pro jugendlichem Teilnehmer an Ausflügen gibt es außerdem künftig fünf statt vier Euro. Der Feuerwehr wurden 5500 Euro zugesprochen, um letzte Arbeiten am Fest- und Übungsplatz am Gerätehaus finanzieren zu können. Der Schützenverein Echtorf erhält 5200 Euro für den Kauf von vier Luftgewehren. Für die Unterbringung der Bauhofgeräte, die aus der Garage am Feuerwehrhaus weichen müssen, weil dort ein größeres Fahrzeug untergestellt wird, gibt es noch keine endgültige Lösung. Allerdings stimmten die Politiker für den Abschluss eines Mietvertrags mit Friedrich-Wilhelm Dierks. Dieser will einen Raum unter anderem für einen Anhänger zur Verfügung stellen. Dieser soll 65 Euro pro Monat kosten, der Mietvertrag fünf Jahre gelten. Allerdings ist der Raum nicht hoch genug. Jetzt gilt es zu klären, ob ein größerer Raum von Dierks zu mieten ist oder ob die Decke in dem avisierten Raum neu abgedeckt wird. Ferner wurde eineÄnderung der Satzung für die Entschädigung der Ratsmitglieder verabschiedet. Pro Sitzung gibt es 30 Euro. Ein Verdienstausfall wird mit maximal 15 Euro pro Stunde ausgeglichen. Politiker, die "ausschließlich einen Haushalt mit zwei oder mehr Personen führen", bekommen zusätzlich sechs Euro Aufwandsentschädigung pro Sitzung. Bei drei bis fünf Haushaltsangehörigen gibt es 7,50 Euro.



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