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Zu: „39 Raser kamen gnädig davon“, vom 2. Januar

Raser sind Gesetzesbrecher

Da haben die begnadigten Raser ja unverdientes Glück gehabt. Bedanken können sie sich beim Verkehrsminister Scheuer, dessen Amtsbezeichnung Skandalminister heißen müsste. Was hat dieser Mann für enorm viel Geld alles angerichtet – und seine Amtszeit ist längst noch nicht zu Ende

veröffentlicht am 14.01.2021 um 22:19 Uhr

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Andreas Scheuer, weitere Unionspolitiker und die FDP halten die geplanten schärferen Strafen für Raser für unverhältnismäßig hoch und wollen sie nicht an viele europäische Länder angleichen, was auch für die Geschwindigkeitsbegrenzungen gilt. Andererseits wird von der deutschen Politik für „mehr Europa“ geworben. Verstehe das, wer will.

An diesen Beispielen kann man deutlich sehen, wie stark die Lobby der Automobilindustrie und die Autoclubs unsere Politiker beherrschen. Bevor gewisse Wutbürger als Autofahrer jetzt ins Lenkrad beißen: Niemand muss Strafe zahlen – egal, in welcher Höhe, wenn er sich an die gesetzlichen Regeln hält. Wie lächerlich ist auch die Forderung „Freie Fahrt für freie Bürger“, wenn man sich gleichzeitig darüber echauffiert, dass Amerikaner ähnliches für ihre Schusswaffen fordern. Was würden die Gesetze übertretenden Raser sagen, wenn Gesetzesbrecher auf anderen Gebieten ebenfalls mildere Strafen fordern? Ein Aufschrei ginge durch die Republik.

Ein Mörder fühlt sich moralisch auch höherstehend als ein Kinderschänder, wie in einer TV-Doku über Sicherungsverwahrung zu sehen und hören war. Auch die Gesetze brechenden Autofahrer fühlen sich als Elite über andere Gesetzesbrecher, weil ihre Verfehlungen meist nicht so schlimm sind – abgesehen von den Todesfällen und schweren Verletzungen, die durch Raser verursacht werden.



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