weather-image
23°

Es finden sich in den Orten der Hochebene zu wenig Ehrenamtliche für die Organisation

Rapsblütenfest 2014 fällt aus

Ottensteiner Hochebene. Ohne Rapsblütenfest wird die Hochebene in den Sommer 2014 starten. Warum? „Die große Schar der Ehrenamtlichen in allen Orten stößt an ihre Grenzen“, formuliert es Silke Timmermann. Als „Mutter der Rapsblütenköniginnen“ und Vorsitzende des Verkehrsvereins Lichtenhagen ist sie einer der „Hauptmotoren“ des seit 2005 durchgeführten Open-Air-Events.

veröffentlicht am 16.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:41 Uhr

270_008_6781011_bowe101_1312.jpg

Autor:

Sabine Weiße
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hatte man hinter den Kulissen seit Monaten gedanklich allerlei Möglichkeiten durchgespielt, das 2014er Fest doch irgendwie zu realisieren, so musste Bürgermeister Manfred Weiner auf der jüngsten Ratssitzung mit hörbarem Bedauern „die schöpferische Pause“ verkünden. „Die Dorfgemeinschaft Lichtenhagen hat mit ihrem Fest ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Derzeit gibt es so recht keine Ideen, kein Dorf traut sich momentan die Durchführung zu.“ Verabredet ist eine erneute Zusammenkunft im Juni 2014. „Bis dahin wollen wir Ideen sammeln und diskutieren.“

Dass Weiner auf eine Fortsetzung hofft, daran lässt er keinen Zweifel: „Das Fest und die vielfältigen Repräsentationsaufgaben, die unsere Rapsblütenköniginnen in ganz Deutschland so fleißig übernehmen, steigern den Bekanntheitsgrad der Hochebene und des Weserberglandes enorm. Davon profitieren wir alle.“ Denkbar sei etwa ein zweijähriger Rhythmus oder auch ein Fest in kleinerem Rahmen. Für 2014 stehen in Baarsen ein Sängerfest, in Vahlbruch das Kreisschützenfest und in Ottenstein neben dem regulären Zeltfest auch der Herbstmarkt im Veranstaltungskalender – hier sind zeitliche und personelle Ressourcen für die Ausrichtung einer weiteren Großveranstaltung nicht vorhanden. Die Pyrmonter Bergdörfer Großenberg und Kleinenberg hatten auf jüngst darauf verwiesen, dass ihre geringe Einwohnerzahl einer Fest-Ausrichtung entgegenstehe.

Hinter vorgehaltener Hand wurde aus mehreren Orten die Befürchtung geäußert, dass die von der Dorfgemeinschaft Lichtenhagen mit dem 2013er Fest gesetzten Maßstäbe kaum zu erreichen, geschweige denn zu toppen sein werden. „Das habe ich auch gehört“, kommentiert Silke Timmermann. „Aber es geht doch gar nicht darum, das Vorjahresfest zu übertrumpfen. Sondern um die Gemeinschaft der Hochebenen-Dörfer.“

Weil es immer schwieriger wird, Kandidatinnen für das Amt der Rapsblütenkönigin zu interessieren, stehen auch hier Veränderungen zur Diskussion. „Manchmal bedarf es schon großer Überzeugungskunst, um die jungen Frauen für eine solche Aufgabe zu interessieren - die ja zweifelsohne für eine bestimmte Zeit eine Verpflichtung und eine Reduzierung der eigenen Freizeit darstellt“, beschreibt Organisatorin Silke Timmermann ihr mitunter mühsames Werben. Auch das Procedere der Wahl unter Beteiligung einer prominent besetzten Jury stehe auf dem Prüfstand. „Da hat sich eine gewisse Routine und Vorhersehbarkeit eingeschlichen, die nicht mehr jedem gefällt.“ Diskutiert wurde die Idee, aus dem jeweiligen Ausrichterdorf per Kommission eine junge Frau „auszusuchen“, die dann im Rahmen des Festes der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Apropos Rapsblütenkönigin: Mit der schweren Herzens getroffenen Übereinkunft, in 2014 kein Rapsblütenfest zu feiern, verlängert sich quasi die Amtszeit der 2013er Königin Isabel I. aus Neersen - wenn sie denn einverstanden ist. „Mir bereitet mein Amt sehr viel Freude und ich bin gerne bereit, meine Ottensteiner Hochebene ein weiteres Jahr zu repräsentieren“, erklärt die 23-jährige Heilerziehungspflegerin auf Anfrage der Dewezet. Einziges Manko seien ihre beruflich bedingten Wochenenddienste. Aber: „Ich habe mit meiner Schwester telefoniert (Anm. der Red.: es handelt sich um Janina I., Rapsblütenkönigin des Jahres 2008). Sie wäre bereit, mich zu unterstützen. Und ich bin sicher, dass die ein oder andere ehemalige Königin die Sache ebenso sieht und einspringt, wenn ein Engpass entsteht.“ Wenn auch kein Rapsblütenfest gefeiert wird: Auf ihre kompetenten wie charmanten Botschafterinnen können sich die Hochebenen-Dörfer verlassen.

Wird auch 2014 als Botschafterin der Ottensteiner Hochebene charmant in die Kameras lächeln: Isabel I., Rapsblütenkönigin 2013, beim Fotoshooting in Lichtenhagen. saw



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?