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Experimentiertage an der Lauenauer Albert-Schweitzer-Schule / Lehrer machen sich fit in Erster Hilfe

Raketenstart mit Brausetablette - Ei auf Salzkörnern

Lauenau (nah). Luftballons statt Lesen, Raketenstart statt Rechnen, Seifenblasen statt Schreiben. So einen Alltag wünschen sich die Schüler der Lauenauer Albert-Schweitzer-Schule wohl immer. Für zwei Tage aber durften sie wirklich einmal Hefte und Fibel zu Hause lassen und sich an allerlei physikalische und chemische Experimente wagen. Den Anstoß dazu gab das Bad Nenndorfer Gymnasium: Schon im Grundschulalter sollten Kinder eigene Erfahrungen mit den Naturwissenschaften sammeln.

veröffentlicht am 15.03.2007 um 00:00 Uhr

"Das haben wir gern aufgegriffen", bemerkte Leiter Detlef Jelitto und beauftragte Lehrer Dietrich Henke und einige weitere Organisatoren, das Projekt entsprechend vorzubereiten. In allen Jahrgangsstufen konnten die Kinder jeweils bis zu acht Stationen kennen lernen. Und weil es gar nicht so viele hauptamtliche Mitarbeiter an der Schule gibt, fanden sich ein knappes Dutzend Mütter, die ebenfalls mit Sachverstand Aufsicht ausübten. Bei den Mädchen und Jungen machte sich im Nu Begeisterung breit. "Die Rakete war das beste", schwärmte Patrick schon am ersten Tag, weil seine Gruppe eine Plastikflasche auf dem Pausenhof zündete: Den Antrieb bildete eine mit Wasser in Verbindung gebrachte Brausetablette. Wegen des dabei sich bildenden Kohlendioxids "schoss" der schlanke Behälter plötzlich hoch in die Luft. Später notierten die Schüler Übungsverlauf und gewonnene Erkenntnisse. Das machten auch die Zweitklässlerin Juliane und ihre Kameradinnen, nachdem sie mit einem Streichholz ein auf gefärbtem Wasser schwimmendes Teelicht angezündet hatten. Als nun ein Glasbehälter über die kleine Kerze gestülpt wurde, saugte diese die Flüssigkeit an. Fast noch spannender war es aber, unter Aufsicht im Klassenraum mit Streichhölzern zu hantieren. Aber für einige Grundschüler ist das fast schon Alltag. Denn seit einiger Zeit gibt es eine "Feuer-AG", geleitet von der der Betreuerin den örtlichen "Feuerteufelchen", Silke Weibels. Sie bringt der Gruppe natürlich nicht nur das Feuermachen bei, sondern warnt auch vor unsachgemäßem Umgang. Als am Mittag die Seifenblasenproduktion und das Schreiben mit "Zaubertinte" beendet waren und auch ein letztes Ei senkrecht auf drei Salzkörnern stehen blieb, drückten die Lehrer die Schulbank: Sie polierten in einem Lehrgang ihre Kenntnisse in "Erste Hilfe" auf. Dazu war Michael Stryj von der LauenauerDLRG-Ortsgruppe in die Schule gekommen. Am zweiten Experimentiertag fanden sich andere Gäste ein: Sechs Zehntklässler und zwei Lehrerinnen vom Nenndorfer Gymnasium versetzten die Grundschüler mit weiteren Experimenten ins Staunen.



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