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Neuer Innenanstrich für Jugendzentrum / Förderverein gibt 600 Euro

Räuberhöhle war gestern

Bad Nenndorf (tes). Von der "Siebziger-Jahre-Räuberhöhle" zum frisch sanierten Treffpunkt für Kinder und Jugendliche: Das Jugendzentrum hat eine Entwicklung erlebt, die von viel Einsatz und ehrenamtlicher Tatkraft geprägt sei, erklärt Moran Dzang. Der Leiter der Einrichtung freute sich, Stadtdirektor Bernd Reese und Ordnungsamtsleiter Kurt Junior die Fortschritte des Neuanstrichs der Räume zu präsentieren.

veröffentlicht am 30.06.2008 um 00:00 Uhr

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Es geht voran im früheren Bahnhof in der Kramerstraße. 2007 war der Außenbereich renoviert worden. Jetzt standen die Innenräume an. "Ich bin fit im Streichen", erklärte Dzang nach zwei Wochen Malerarbeiten. Der Zahn der Zeit hatte deutlich an Wänden und Decken genagt. Der beliebte Aufenthaltsraum wirkte verwohnt und düster. Dank der fleißigen Helfer ist das jetzt vorbei. "Die Jugendlichen haben sehr sauber gearbeitet", lobte Dzang. Um die hohe Decke durch die richtige Farbauswahl "optisch herunterzuziehen", habe er zuvor die Beratung eines Malermeisters in Anspruch genommen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das dunkle Blau ist verschwunden, die Wände erstrahlen in Weiß, harmonisch kombiniert mit einem warmen Terracotta-Ton. Besonders dankte Dzang für die tatkräftige Unterstützung durch Ruif Mirza und Steffen Dietze. "Umgerechnet in Arbeitsstunden eines Malerbetriebes konnten wir so 2000 Euro sparen." Finanziell möglich gemacht hat diese Renovierung einer der Gründerväter des Vereins zur Förderung der offenen Jugendarbeit: Gert Uebel. Der kürzlich gestorbene Apotheker habe dem Verein, dessen Vorstand er lange Jahre angehörte, eine entsprechende Summe vererbt. "Mit diesem Beitrag setzte Uebelüber seinen Tod hinaus ein Zeichen zur Unterstützung der Nenndorfer Jugend", betonte Dzang. Etwa 600 Euro für die Farben wurden aus der Vereinskasse beigesteuert. Die Stadt übernahm die Kosten für das Gerüst und die Verpflegung der Helfer. Nur die Renovierung der Mädchentoilette stehe noch aus, so Dzang. Zudem soll nach den Ferien eine Grundreinigung erfolgen. Positive Nachrichten vermeldete Kurt Junior zur Miethöhe. Nach "guten Gesprächen" mit dem Vermieter habe dieser einen Nachlass gewährt. Die Umzugspläne sind somit vorerst vom Tisch. "Das Jugendzentrum hat sich sehr positiv entwickelt", erinnerte Bernd Reese an die "umkämpfte" Anfangszeit, als SPD und FDP diese Einrichtung im Rat durchgesetzt hätten. Der Betrieb sei eine freiwillige Leistung der Stadt. "Eigentlich müsste der Landkreis das übernehmen", so der Stadtdirektor. Er sah im Jugendzentrum einen wichtigen Baustein der Präventionsarbeit vor Ort und betonte: "Jetzt sind noch Präventionsbeirat und Jugendparlament hinzugekommen." Dzang bestätigte die präventive Wirkung des Jugendzentrums: "Die Jugendlichen organisieren hier selbst mit und geben damit allen etwas zurück." Auch der Rodenberger Jugendbürgermeister sei nach einem ersten Besuch begeistert gewesen von der Idee, die Treffen der Jugendparlamente künftig hier vorzunehmen.



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