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Ausschuss behandelt beantragten Lückenschluss / Arbeitsgruppe bilden?

Radwege: Gesamtüberblick fehlt

Obernkirchen (rnk). Nachdem er mehrfach verschoben worden war, hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt jetzt mit dem Antrag von Bernd Kirsch (Grüne/WIR) befasst, die Fuß- und Radweglücke entlang der Landesstraße 442, also entlang des Sülbecker Weges und dem Ortseingang Obernkirchen zu schließen.

veröffentlicht am 19.01.2008 um 00:00 Uhr

Die Lücke ist 300 Meter lang, hatte Kirsch in seinem Antrag ausgeführt und auf die zunehmende Verkehrsbelastung auf der Autobahn verwiesen: Unfälle und Staus würden zu einer stärkeren Verlagerung des Verkehrs durch das Stadtzentrum Obernkirchen führen, zudem werde die Landesstraße von Schülern als Schulweg nach Stadthagen genutzt. Kirsch hatte vorgeschlagen, bis zu 25 Prozent der Baukosten in die Etatplanungen der Stadt aufzunehmen, um den politischen Willen gegenüber Kreis und Land zu unterstreichen. Im Ausschussüberwog die Skepsis. Wilhelm Mevert (SPD) warf die Frage auf, ob der Weg überhaupt eine Chance habe, bezuschusst zu werden, und ob die Samtgemeinde Nienstädt Interesse habe, sich am Bau finanziell zu beteiligen. Nein, mutmaßte Horst Sassenberg (CDU) anschließend, die Samtgemeinde habe wohl kein Interesse, einen Radweg nach Obernkirchen zu bauen. Allerdings wäre die weit wichtigere Frage doch, wo es in Obernkirchen überhaupt stark befahrene Straßen gebe, "wo wir einen Radweg möchten". Ein genauerÜberblick, ein "Gesamtradwegenetz", sei "unbedingt erforderlich", befand Thomas Stübke (Grüne/WIR), um das Radwege-Problem "komplett" betrachten zu können. Stübke verwies auf einen anderen landwirtschaftlichen Radweg, der zu gleichen Teilen auf Nienstädter und Obernkirchener Gebiet liegen würde und der mit wenigen Mitteln zu einem verbindenden Radweg ausgebaut werden könnte. Das sei zudem ein schönes Beispiel für die angestrebte interkommunale Zusammenarbeit. Stübke empfahl Gespräche mit den Ratsmitgliedern der Samtgemeinde. In der Debatte schälte sich dann die Bildung einer Arbeitsgruppe heraus. An der grundlegenden Problematik ändere dies nichts, meinte Mevert: "Zahlen braucht eine Arbeitsgruppe auch. Wo ist der Bedarf und wo gibt es Zuschüsse?" Bürgermeister Oliver Schäfer sagte anschließend, wichtiger als ein Weg in eine andere Kommune sei ihm ein Radweg zur BKK 24.



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