weather-image
17°

Puppenspiel ist seine Leidenschaft

Rodenberg (oke). Wer kennt sie nicht? Kasper und der Räuber sind von Beginn an die klassische Besetzung eines Puppentheaters, und die meisten älteren Jahrgänge dürften ihnen in ihrer Kindheit häufiger begegnet sein. In einem kleinen Zelt in Bad Nenndorf und Rodenberg konnten die Kinder der Kurstadt ebenfalls diese vergnügliche Erfahrung machen. Hasso Maatz hat seinen mobilen Arbeitsplatz errichtet und Kinder wie Erwachsene mit seinen Geschichten unterhalten. Diese folgen den traditionellen Bahnen, aber hierin sieht er keinen Nachteil.

veröffentlicht am 09.10.2007 um 00:00 Uhr

Der Dortmunder Hasso Maatz ist seit 30 Jahren mit der Pfälzer Pu

"Das Interesse an der Puppenspielerei ist ungebrochen", sagt Maatz. Das zeigt sich auch während der Vorstellung, wenn die Kinder lautstark in das Märchen eingreifen. Die Gründe für den Rückgang des Schausteller- und Zirkusbereichs liegen für Maatz vor allem bei den geringeren Einkommen, die Familien für ihre Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen. "Zuerst wird natürlich bei uns gespart", erklärt der Puppenspieler aus Dortmund und zuckt mit den Schultern. Auch die Kommunen, bei denen er die Genehmigungen für seine Auftritte einholen muss, hätten immer öfter keine öffentlichen Plätze mehr anzubieten, da diese bereits veräußert seien oder verlangten Gebühren, die sein Geschäft unrentabel machten. Dennoch will er keinen anderen Job. Seit 30 Jahren lässt er seine Puppen auftreten, und das sei noch keine allzu lange Zeit, denn die meisten Puppenspieler wüchsen von Kindesbeinen an im Schaustellermilieu auf. Er hingegen ist über seine Frau Angelika an den Beruf gelangt. Sie und der gemeinsame Sohn David sind bei seinen Touren, die im März beginnen und bis in den Oktober reichen, stets dabei, denn allein wäre der Betrieb für den Puppenspieler nicht aufrecht zu erhalten. Angestellte sind für Maatz nicht finanzierbar.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare