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Trio "Vollmund" verleiht Italien besonderen Reiz / Beifall kennt keine Grenzen

Publikumswirksame Eröffnung der zweiten "Nachtausgaben"-Reihe

Bückeburg. Unter dem Motto "La dolce Vita" hat das Trio "Vollmund" am Dienstagabend die zweite Staffel der von Schaumburg-Lippischer Landes-Ze itung und Volksbank in Schaumburg veranstalteten "Nachtausgaben"-Reihe in jeder Hinsicht publikumswirksam eingeläutet. Zumindest schlug der Jubel in der ausverkauften Schalterhalle immer dickere Wogen und zog drei ausgedehnte Zugabenblöcke nach sich.

veröffentlicht am 04.09.2008 um 00:00 Uhr

"Vollmund" hat den Mund nicht zu voll genommen: "La Dolce Vita"

Autor:

Dietlind Beinßen

Was Michael Senzing da mit Schautalent und der nötigen Inbrunst an Arien und Schlagerohrwürmern schmetterte, und der Schauspieler Micki Bertling den Gesängen listig per Wort und Klang entgegensetzte, das gefiel den Gästen hörbar und sprach alle Gute-Laune-Bereiche an. Nicht zu vergessen ist aber noch der Mann am Klavier, Wolfgang Nieß, dersein Handwerk ebenfalls aus dem Effeff verstand. Dem Thema Italien entsprechend, ging es in der bunten Revue natürlich vorwiegend um Sitten und Gebräuche in diesem schönen Land sowie gaaaanz viel in den höchsten Tönen offerierten Gesang. Der musikalischen Aufforderung des Vokalisten "Komm ein bisschen mit nach Italien" folgte das Auditorium im Kreditinstitut selbstverständlich gern und sorgte von vorn herein für die nötige gute Stimmung. Da labten sich die Schaumburger mit Wonne am mit einer Menge Timbre zelebrierten "Granada" - obwohl das doch in Spanien liegt - genossen bei Capri die rote Sonne und die Arie "Funiculi-Funicula" genauso wie den voller Verve beschworenen Chiantiwein, das "bella Napoli" und viele, viele Highlightsà la Caruso, Vico Torriani oder Adriano Celentano. Man erfuhr wie gesagt eine große Portion von der Lebens- und Plauderart der kontakt- und olivenölfreudigen Italiener und deren sonnigem Zuhause, aber wurde zwischendurch auch immer wieder Zeuge vom drolligen Sarkasmus des Micki Bertling, den dieser nach jedem Auftritt des Tenor-Partners mit einer geballten Ladung Energie einschob. Den feinen, ironischen Humor der italienischen Literatur von Luciano de Creszenzo bis zum "Weiße-Rose"-Autor Umberto Eco ließ der Mime, der obendrein baritonale Qualitäten offenbarte, ebenfalls nicht außen vor. Wie gesagt, die Bückeburger und Angereisten verweilten mit dem Trio "Vollmund"so gern in der Region, wo die Zitronen blühen, dass sie es - wie der Beifall bewies - gar nicht wieder verlassen wollten.

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