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Vor Gericht: Vergewaltigungsprozess zieht sich zu sehr in die Länge - und soll in ein paar Monaten wieder neu beginnen

Prozess geplatzt - Angeklagter bleibt in Untersuchungshaft

Rinteln (maf). Nach sechs Verhandlungstagen ist der Vergewaltigungsprozess gegen einen 22-jährigen Rintelner vorerst geplatzt. Die am 3. April begonnene Hauptverhandlung wurde nun ausgesetzt, weil sich das Verfahren unerwartet in die Länge zog und ein Urteil bis zum Urlaubsantritt mehrerer Prozessbeteiligter Mitte Mai nicht mehr möglich ist.

veröffentlicht am 09.05.2008 um 00:00 Uhr

Ursprünglich war davon auszugehen, dass sechs Verhandlungstage ausreichen würden, um das Strafverfahren abzuschließen. Durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Anträgen der Verteidigung geriet der Prozess in den letzten Wochen aber immer wieder ins Stocken. So musste die Vernehmung von Zeugen wiederholt verschoben und über diverse Anträge entschieden werden. Am jüngsten Verhandlungstag befand sich das Verfahren vor dem Jugendschöffengericht mitten in der Beweisaufnahme, mindestens ein halbes Dutzend Zeugen war noch zu hören. Dann stand endgültig fest, dass dafür die bis Mitte Mai verbleibende Zeit nicht ausreicht. Die Verhandlung wurde ausgesetzt und wird vermutlich in einigen Monaten von vorn beginnen. Am letzten Prozesstag stellte die Verteidigung den inzwischen vierten Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter. Später zog sie diesen Antrag aber zurück. Auch nach dem Platzen des Prozesses bleibt der Angeklagte im Gefängnis. Der Angestellte, der im Dezember 2005 eine ihm bekannte Schülerin im Auto zum Oralsex gezwungen haben soll, wanderte vor 14 Tagen wegen Verdunklungsgefahr in Untersuchungshaft. Nun wurde der Haftbefehl erweitert und auf den Haftgrund der Fluchtgefahr ausgedehnt. Der Grund: Bei einer möglichen Straferwartung von mehr als zwei Jahren und dem Verlust seiner Arbeitsstelle sowie seiner sozialen Bindungen besteht die Gefahr, dass er sich absetzt.



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