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Ehefrau mit Axt erschlagen / Anklage noch nicht zugelassen / Karl-Heinz B. (54) droht lebenslange Haft

Prozess gegen Hohenroder Axtmörder beginnt erst im Juli

Hohenrode/Bückeburg (ly). Der Prozess gegen Karl-Heinz B. (54) aus Hohenrode, der im Februar seine Frau mit einer Axt erschlagen haben soll, beginnt voraussichtlich im Juli. Ursprünglich war für den Auftakt der heutige Mittwoch, 20. Juni, im Gespräch.

veröffentlicht am 20.06.2007 um 00:00 Uhr

Dies sei jedoch bloß ein vorläufiger Terminvorschlag gewesen, um der Eilbedürftigkeit zu entsprechen, wie Dr. Birgit Brüninghaus, Sprecherin des Bückeburger Landgerichts, gestern auf Anfrage erklärte. Dann habe sich herausgestellt, dass ein Beteiligter in Urlaub ist. Zunächst müsse das Gericht jetzt über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden. Weitere Angaben machte Dr. Brüninghaus, die auch den Vorsitz in der Verhandlung hat, nicht. Sie begründete dies mit der zurzeit laufenden heiklen Phase zwischen Erhebung der Anklage und Zulassung derselben. FürEnde des Monats wird eine Pressemitteilung des Landgerichts erwartet. Verhandelt wird vor dem Schwurgericht in Bückeburg, das als einzige große Strafkammer lebenslange Haft verhängen kann. Besetzt ist es mit drei Berufsrichtern und zwei Schöffen. Die Anklage der Staatsanwaltschaft ist so verfasst, dass "Lebenslänglich" möglich wäre, falls das Gericht sich den Argumenten anschließt. Es geht um Totschlag in einem besonders schweren Fall. Und der kann im Falle eines Schuldspruchs wie Mord bestraft werden. Am Abend des 17. Februar war es in der Wohnung des Paares am Hohenroder Liethweg zu einem blutigen Ehestreit gekommen, in dessen Verlauf der Mann seine neun Jahre jüngere Frau mit Axthieben auf den Kopf getötet haben soll. Offenbar musste ein elf Jahre altes Mädchen, zweitjüngstes von fünf gemeinsamen Kindern der Eheleute, dem Vater am nächsten Morgen beim Verstecken der Leiche in einem nahen Waldstück helfen. Auch die Tat habe das Mädchen zum Teil mit ansehen müssen, wie es heißt. In der Wohnung war außerdem ein siebenjähriger Junge. Beide Kinder sollen durch die Tat traumatisiert sein. Die Familie gilt als sozial schwach. Gewalt, Streit und starker Alkoholkonsum, so hatte die Polizei nach Bekanntwerden des Verbrechens berichtet, seien an der Tagesordnung gewesen. Karl-Heinz B., gelernter Buchhändler, aber seit Jahren arbeitslos, soll gestanden haben.



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