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Heimann: "Hatten den Eindruck, dass Anlieger mit der Sperrung leben können"

Protest gegen Schließung der K 80 - Landkreis zeigt sichüberrascht

Krankenhagen (wm). In Krankenhagen und im Extertal protestieren Bürger gegen die zugunsten des Kiesabbauvorhabens geplante Schließung der Kreisstraße 80 von Krankenhagen nach Möllenbeck und wollen notfalls vor dem Verwaltungsgericht klagen (wir berichteten). Unter anderem ist von den Sprechern der Bürgerinitiative, Manfred Stoller, Ralf Wilde und Krankenhagens Ortsbürgermeister Gerhard Werner, dem Landkreis vorgeworfen worden, er gehe in dieser Sache "nach Gutsherrenart" vor, ohne die Bürger einzubeziehen. Dem hat jetzt Klaus Heimann, Pressesprecher des Landkreises, widersprochen.

veröffentlicht am 28.03.2008 um 00:00 Uhr

Er könne den massiven Widerstand gegen die Einziehung der Straße nicht ganz nachvollziehen, argumentiert Heimann mit einer für den überörtlichen Verkehr geringen Bedeutung der Straße: "Das haben Verkehrszählungen eindeutig ergeben." Im Übrigen komme man auch nach der Einziehung auf nur geringfügig längeren, alternativen Wegen nach Silixen, Krankenhagen und Möllenbeck. Auch den Vorwurf, der Landkreis habe die Bürger nicht beteiligt, kann Heimann nicht nachvollziehen. Der Landkreis habe stets das Gespräch mit den Anliegern gesucht. Ergebnis der Gespräche sei ja unter anderem gewesen, dass die Einziehung der Straße auf Ende des Jahres 2011 verschoben worden ist. Außerdem habe man bei einem Informationstermin allen betroffenen Anliegern die Problematik ausführlich dargestellt. Die Bedenken der Bürger seien in das geänderte Konzept eingeflossen. So zum Beispiel, dass die Erschließung der Privatgrundstücke über asphaltierte Straßen gesichert wird und die Straße in Richtung Möllenbeck weiter befahrbar bleiben soll - allerdings nur noch als Privatweg der Forst. Heimann versteht den erneuten Bürgerprotest unter anderem auch deshalb nicht, weil die Vertreter des Landkreises in den Informationsterminen den Eindruck gewonnen hätten, "dass die Anlieger mit einer Sperrung der Kreisstraße leben können, wenn bestimmte Forderungen erfüllt werden" - wie die Weiterbefahrbarkeit in Richtung Möllenbeck sowie die Herrichtung eines weiteren Weges, auf dem dann der Anliegerverkehr in Richtung Osten nach Silixen abfließen kann.



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