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Artisten von Laluna inspirierten Schüler zu Akrobatik, Jonglage, Tüchertanz und Feuershow in Hastenbeck / Selbstvertrauen geweckt

Projektzirkus verwirklicht Kinderträume in Hastenbeck

Hastenbeck (gm). Der zehnjährige Michel Faßhauer konnte seinen ersten großen öffentlichen Auftritt als Feuer spuckender Fakir und Herr über alle Glasscherben kaum abwarten. Und Mama Sabine Faßhauer wollte nun auch nicht unbedingt daheim Glas zerschmettern, um ihrem Jüngsten zu Hause die Proben für das Zirkusprojekt „Laluna“ noch anschaulicher zu gestalten. Für 67 Hastenbecker Grundschulkinder und 18 Vorschulkinder des örtlichen Kindergartens wurde ein Traum Wirklichkeit. Eine Woche lang probten sie mit den erfahrenen Artisten und Entertainern des Projektzirkus Laluna, um an zwei Vorstellungstagen ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. „Und das war so was von schön“ erzählte die neunjährige Joanna, die als Luna auf ihrer magischen Reise auf dem Mond in Fantastasien landete. Die kleine Maus aus der 3. Klasse wurde dabei auf einer Mondsichel unter das Dach des Zweimastzeltes gezogen und strahlte wie eine erfahrene Filmdiva. Akrobatik, Jonglage, Tüchertanz, eine Fakir-Feuer-Show, herzerfrischende Clowneinlagen, Seiltanz, Zauberei, die elegante Taubenrevue, aber auch die mutige Präsentation einer Riesenschlange gehörten zum Showspektakel, das die Circusprofis mit den Kindern in und pädagogisch einfühlsamer Arbeit vorbereitet hatten.

veröffentlicht am 10.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 06:21 Uhr

Eleganz und Geschicklichkeit bewiesen die Kinder beim Seiltanz.

Für den 7-jährigen Zweitklässler Berkay Demirci, der den Clown „Banane“ darstellte, ging ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung. „In der Schule muss ich ja immer aufpassen und darf nicht rumkaspern“, meint der der Knirps lachend. „Aber hier fanden die das alle ganz toll, was ich gemacht habe“, sagt er stolz. Die Kinder waren an zwei Tagen die absoluten Stars in der Manege. Der Duft von frisch geröstetem Popkorn, natürlichem Sägemehl und die lang gezogenen Zuckerwattenbärte erfreuten die Hastenbecker Kinder und ihre Eltern und Familienangehörige. „Das war eine tolle Alternative zum herkömmlichen Schulalltag“ meinte Sabine Faßhauer. „Und das Zelt ist ja wohl erstklassig und super beheizt“, meint die Mutter von zwei Kindern.

„Bereits am ersten Tag, als dieser pädagogisch integrative Zirkus hier bei uns in Hastenbeck seine Zelte aufbaute, war das Eis gebrochen“ erzählt Schulleiterin Kathrin Lohde-Kinast. „Zirka 15 fleißige Väter beteiligten sich mit ihrer Muskelkraft am Aufbau des Zeltes und fortan war dieser Circus mit all seiner bevorstehenden Magie und seinem exotischen Flair ein fester Bestandteil unserer dörflichen Gemeinsamkeit“, signalisierte die erfahrene Grundschulleiterin.

Zirkusdirektor Mike Rosenbach führte mit Charme, Witz und pädagogischer Sensibilität durch das Programm und animierte die Hastenbecker reihenweise zu wahren Gefühlsausbrüchen in puncto Applaus. „Ihre Kinder hatten den Mut zu einer außergewöhnlichen Selbstdarstellung“, sagte der aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Animateur. „Wir haben hier fast eine Woche lang als Zirkusfamilie zusammengelebt und ihre Kinder haben ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen, ihre tollen Fantasien und Kreativitäten, ihren starken Zusammenhalt und das gemeinsame Lernverhalten, verbunden mit Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Ausdauer und dem gegenseitigen Vertrauen kennengelernt“, bilanzierte Varieté-Künstler Mike Rosenbach.

Der Clownnachwuchs wartet gespannt auf seinen ersten großen öffe
  • Der Clownnachwuchs wartet gespannt auf seinen ersten großen öffentlichen Auftritt.
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„Und das haben sie vorzüglich gemacht“. Und für die bezaubernde kleine Joanna, die erstmals unter einer Zirkuskuppel auf einer Mondsichel saß, wollte der erste Vorstellungsabend überhaupt kein Ende nehmen. Um 20 Uhr saß die kleine Maus immer noch vor dem Tresen des elterlichen Restaurants „Zeus“ in Hastenbeck bei einer Limonade und erzählte allen Gästen von ihrem aufregenden Zirkusabenteuer, bei dem sie fast 250 Besuchern von oben zuzwinken durfte.

Die neunjährige Joanna interpretierte die „Luna“, deren Traum, einmal auf dem Mond zu landen, Wirklichkeit wurde.

Fotos: gm



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