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"Bildungsoffensive Schaumburg" zeigt im Kreishaus Stadthagen Wege zu integrativer Betreuung

Projekt: Gute Schüler helfen den schwachen

Stadthagen (jcp). Jedes Kind ist anders als das andere - auch sein individueller Lernbedarf. Dese Tatsache stand im Vordergrund der Informationsveranstaltung "Bildungsoffensive Schaumburg" im Kreishaus.

veröffentlicht am 24.11.2008 um 00:00 Uhr

Die Lehrerinnen Sabine Pantke (r.) und Melanie Bigge machen sich

Zu der Veranstaltung mit dem Titel "Modelle und Wege zur individuellen Förderung in integrativen Bildungseinrichtungen" hatten der Kreisverband Schaumburg der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Kooperation mit dem SPD-Unterbezirk eingeladen. Zusätzlich zu einem einleitenden Referat des Hochschulprofessors Manfred Bösch informierten Vertreter von Schaumburger Bildungs- und Betreuungseinrichtungen über ihre integrativen Maßnahmen. "Wir betrachten es als eine pädagogische Informationsveranstaltung, zu der wir auch Kommunalpolitiker eingeladen haben, die sich hier darüber informieren können, was vielleicht bei den Nachbarn schon alles möglich ist und auch für sie etwas sein könnte", erklärte der SPD-Schulexperte Udo Husmann. Im Mittelpunkt von Bönschs Vortrag stand entsprechend die Heterogenität von Schulklassen, in der es die Aufgabe der Lehrer sei, auf unterschiedliche Lerntypen einzugehen anstatt auf das herkömmliche 45-Minuten-Programm zu setzen. Was das genau bedeutet, darüber konnten sich Interessierte zum Beispiel bei Deutschlehrerin Christina Molthahn vom Schulzentrum Helpsen informieren. Zusammen mit Kollegen hat sie ein Programm entwickelt, in dem Schüler lernen sollen, ihre Lerngeschwindigkeit und auch ihre Schwächen selber einzuschätzen. "Das Projekt besteht aus unterschiedlichen Lernstationen", gab Molthahn zu verstehen. "Wer Schwierigkeiten hat, aus einer Zeitschrift drei Wortarten herauszufinden, erfährt zum Beispiel, dass er nicht recht verstanden hat, was ein Adjektiv ist." Das Projekt ist darauf ausgerichtet, dass die stärkeren Schüler der jeweiligen Lerngruppe die schwächeren unterstützen - wer also die Adjektive bereits alle gefunden hat, hilft seinen Mitschülern bei der Suche. In drei Foren gaben die Vertreter von Kindergärten, Grund- und weiterführenden Schulen einen umfassenden Einblick über ihre integrative Arbeit. Auch der Kinderschutzbund war im Kreishaus vertreten. "Wir unterhalten derzeit ein Programm mit dem Namen ?Schritt für Schritt', das Kinder unter anderem bereits vor dem Kindergarten an das erste Buch heranführen soll", erzählte Christel Varelmann. Die ausgebildete Erzieherin und stellvertretende Landrätin Helma Hartmann-Grolm kommentierte die Anwesenheit der vorschulischen Institutionen bei der Veranstaltung: "So früh wie möglich mit dem integrativen Lernen zu beginnen ist sicherlich der richtige Weg für eine gesunde gesellschaftliche Entwicklung."



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