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Aerzener Maschinenfabrik verlängert Kurzarbeit / Weltweite Wirtschaftskrise noch nicht überwunden

Prognosen für 2010 bleiben extrem schwierig

Aerzen (red). Angesichts der Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise wird es bei der Aerzener Maschinenfabrik auch im kommenden Jahr Kurzarbeit geben. Geschäftsführung und Betriebsrat des Traditionsunternehmens haben sich auf eine Kurzarbeitsregelung geeinigt, über die gestern die Belegschaft informiert wurde.

veröffentlicht am 15.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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„Bisher gibt es bei den Neubestellungen noch keine deutliche Belebung, lediglich in Asien zieht die Projekttätigkeit etwas an“, so der Geschäftsführende Gesellschafter Klaus-Hasso Heller zur aktuellen Auftragslage. Die Wirtschaftskrise ist damit noch nicht überwunden, und Prognosen bleiben extrem schwierig, wie es in der Mitteilung des Unternehmens weiter heißt. Heller betont, dass „wir das volle Engagement von jedem Mitarbeiter brauchen, um die Herausforderungen der globalen Rezession meistern zu können“.

Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise wird die Aerzener Maschinenfabrik das Geschäftsjahr 2009 mit einem Umsatzwert von etwa 190 Millionen Euro abschließen können. Dies bedeutet zwar eine Reduzierung von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, entspricht aber den Planwerten, die vor dem gesamtwirtschaftlichen Hintergrund im Laufe des Jahres angepasst werden mussten. Der gute Umsatzwert wurde durch ein sehr positives erstes Halbjahr getragen, in dem noch ein sehr hoher Auftragsbestand aus 2008 vorherrschte. Der Einbruch bei den Neubestellungen wirkte sich somit erst im zweiten Halbjahr aus, wie der weltweit führende Hersteller von Gebläsen, Verdichtern und Gaszählern weiter erläutert. „Da sich der Auftragseingang immer noch auf einem niedrigen Niveau bewegt, ist das Aerzener Unternehmen auch zu Kosteneinsparungen in 2010 gezwungen“, heißt es in der Mitteilung. Dies betreffe Sachkosten und Investitionsmaßnahmen genauso wie Personalkosten.

Das Familienunternehmen beschäftigt am Stammhaus in Aerzen zur Zeit über 1000, weltweit über 1600 Mitarbeiter. Bereits im April hatten sich Geschäftsführung und Betriebsrat auf eine Kurzarbeitsregelung geeinigt, die von Juni bis Dezember gilt. Sie umfasst eine Reduzierung der Arbeitszeit um 20 Prozent, was einem Tag pro Woche entspricht. Die bestehende Regelung wurde für das Jahr 2010 verlängert und ist vorerst bis Ende Dezember 2010 geplant. Sie umfasst eine Reduzierung der Arbeitszeit um 15 Prozent, was drei Tagen pro Monat entspricht. Je nach Konjunkturentwicklung kann dabei die Regelung ausgeweitet oder aber im positiven Fall frühzeitig aufgekündigt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind während der Laufzeit ausgeschlossen. „Und um ein deutliches und solidarisches Zeichen zu setzen“, so teilt die Aerzener Maschinenfabrik weiter mit, würden ebenfalls die Gehälter der Führungskräfte, Ressortleiter und der Geschäftsführung reduziert, ohne dabei jedoch die Arbeitszeiten zu verkürzen.

Die Krise im Maschinen- und Anlagenbau hält an, zwingt die Aerzener Maschinenfabrik dazu, die Kurzarbeit zu verlängern. Foto: Dana



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