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ProDiako strebt Fusion mit starkem Partner an

Landkreis. Die Zusammenarbeit der Klinikbetreibergesellschaften ProDiako und Agaplesion ist offenbar fortgeschrittener als erwartet. Die beiden Krankenhausträger stehen vor einer Zusammenführung. ProDiako-Geschäftsführer Michael Schwekendiek bestätigte gestern gegenüber unserer Zeitung Gespräche, die auf eine Fusion hinauslaufen. Dem Vernehmen nach könnte die finanzstärkere Agaplesion gAG dabei auch die Mehrheitsanteile an der ProDiako gGmbH übernehmen.

veröffentlicht am 22.11.2011 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:23 Uhr

Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite

Nach Informationen unserer Zeitung hat die Gesellschafterversammlung der ProDiako eine Grundsatzvereinbarung verabschiedet, in der konkrete Verhandlungen zur Fusion von ProDiako und der Agaplesion AG aufgenommen werden sollen. Im Gespräch ist die Übernahme von 51 Prozent der Geschäftsanteile der ProDiako; im Gegenzug solle ProDiako Aktien-Anteile an Agaplesion erhalten.

Wie berichtet, hatte Claus Eppmann, Geschäftsführer der Krankenhausprojektgesellschaft für das geplante Gesamtklinikum, bereits bestätigt, dass die beiden Gesellschaften mit dem Ziel einer strategischen Partnerschaft untereinander Gespräche führen. Von einer Übernahme der Mehrheitsanteile durch Agaplesion war bisher nicht die Rede.

„Wir führen seit einem halben Jahr Gespräche mit potenziellen Partnern, Agaplesion ist als diakonischer Partner der erfolgreichste“, bestätigte ProDiako-Geschäftsführer Schwekendiek. Von der Übernahme von Mehrheitsanteilen durch die Aktiengesellschaft will Schwekendiek allerdings nicht sprechen. Vielmehr „will ProDiako Anteile an der Agaplesion AG kaufen“. Im Gegenzug steige dafür „Agaplesion in das Management der ProDiako ein“. Dies schloss Schwekendiek auch nicht für das geplante Klinikum in Schaumburg aus. Es „scheint der Fall zu sein“, so der ProDiako-Geschäftsführer weiter, dass Agaplesion auch die gut 30 bis 35 Millionen Eigeninvestition für das Gesamtklinikum übernehmen werde. Grundsätzlich werde eine Fusion alle von ProDiako betriebenen Häuser betreffen, eine Fusion passiert laut Schwekendiek „aber nicht von heute auf morgen“, „wir stehen ja auch erst am Anfang der Gespräche“. Schwekendiek sagte auch, die Agaplesion AG habe für die Realisierung des Schaumburger Gesamtklinikums einen größeren „finanziellen Background“. Ohne Agaplesion als finanzstarken Partner an der Seite hätte ProDiako das Projekt Klinikum „schlechter hinbekommen“, so Schwekendiek.

Laut Geschäftsführer werde ProDiako nicht nur die Finanzkraft des größeren Partners Agaplesion nutzen, sondern auch das „Management-Knowhow“.

Auswirkungen auf den Baubeginn des Zentralklinikums wird es laut Schwekendiek nicht geben. „An den Plänen wird nichts verändert, und es wird auch gebaut werden.“

Nach Informationen unserer Zeitung sollen die örtlichen Betriebsgesellschaften der ProDiako zunächst nicht von der Anteilsübernahme betroffen sein. Die Stiftung Bethel in Bückeburg sitzt als Anteilseigner am Klinikum Schaumburg mit ihm Boot. ProDiako hält dort 70 Prozent. Befürchtet wird darin eine Auflösung der ProDiako oder deren komplette Eingliederung in die Agaplesion. Vom Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Bethel, Klaus-Dieter Vogt, war gestern keine Stellungnahme zu erhalten.



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