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„ProDiako steht Wasser bis zur Nasenspitze“

Landkreis (ssr). „Von politischer Seite komplett ignoriert“ und „in Statements sogar verschwiegen“ wird die „brisante finanzielle Situation“ von pro Diako, Träger des geplanten Gesamtklinikums Schaumburg. Diese Überzeugung hat die „Bürgerinitiative gegen den Bau eines Krankenhauses in der Feldmark Vehlen“ (BI) in einem Offenen Brief „an die Verantwortlichen des Landkreises und der Stadt Obernkirchen“ formuliert. Nachdem bekannt geworden sei, dass „pro Diako das Wasser nicht nur bis zum Halse, sondern inzwischen wohl bis zur Nasenspitze steht“, so die BI weiter, „mehren sich berechtigte Fragen zur Auswahl dieses Partners“. Mehr noch: Nach Beobachtung der BI verstärke sich in der Bevölkerung die Kritik an dem Projekt.

veröffentlicht am 14.02.2012 um 18:26 Uhr
aktualisiert am 07.12.2012 um 11:19 Uhr

Aus „der gigantischen Pleite“ der Erlebniswelt Renaissance habe der Landkreis offenbar nichts gelernt, kritisiert die BI: „Nach Schaumburg kann ein Investor kommen, sich als Heilsbringer ausgeben und augenscheinlich ungeprüft zügig Zuschüsse bekommen.“

Nur einige wenige Kreispolitiker scheinen aus Sicht der BI „den Ernst der Lage zu erkennen“. Die Politik verspiele somit „hier großflächig Vertrauen“. Es entstehe der Eindruck, dass neue Erkenntnisse keinerlei Auswirkungen haben und Alternativen generell nicht in Frage kommen. Bedingungslos würden einmal eingeschlagene Wege weiter gegangen. „Jetzt hier aktiv einzuschreiten und die Fehlplanung zu stoppen, ist längst überfällig“, wird in dem „Offenen Brief“ gemahnt.

Augenscheinlich wolle sich pro Diako durch einen eventuellen Einstieg eines süddeutschen Partners und mit in Aussicht gestelltem Steuergeld finanziell retten. Wie unter diesen Bedingungen ein richtungweisendes, wirtschaftlich gesundes und patienten- sowie mitarbeiterfreundliches Klinikum entstehen solle, ist nach Überzeugung der BI fraglich.

Mit Blick auf den vorgesehenen Standort verweist die BI darauf, dass ein Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet verloren geht und rechtliche Fragen ungeklärt bleiben. Auch wirtschaftlich sei die Wahl ein Desaster. Der Landkreis sei zudem verantwortlich für die Zuwegung und die Anpassung der Infrastruktur zum geplanten Klinikum. Auch die Ortschaften sollten sich für eine neue, offene Planung der Krankenhauslandschaft einsetzen, schlägt die BI vor.

Weitere Fragen, so die BI, seien weiter ungeklärt: „Wann werden wir Bürger über die Ausstattung des Gesamtklinikums informiert? Welche Abteilungen gibt es konkret? Was wird ausgelagert?“



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