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30 Jungen und Mädchen beim Auftakt / Premiere ist schon am 23. Mai

Proben fürs Kindermusical laufen: Biblischer "Exodus" mit Rap-Sound

Bad Eilsen (sig). Das ist ein kühnes Vorhaben: Binnen vier Monaten will die Kirchengemeinde ein neues Kindermusical auf die Beine stellen. Weil es sich herumgesprochen hat, dass Pastor Lutz Gräber und Ingmar Everding auf diesem Feld schon früher brillierten, kamen zum Start 30 Jungen und Mädchen.

veröffentlicht am 14.02.2008 um 00:00 Uhr

Pastor Lutz Gräber hat am Keyboard viel Arbeit zu leisten. Es gi

Das für Dramaturgie und Einstudierung zuständige Duo hielt sich beim Treffen im Gemeindesaal nicht lange mit der Vorrede auf. Ein paar knappe Infos und Einspielungen, und schon ging es los. Ganz ungewöhnlich: Am Anfang wurde kräftig gerappt. Da fragt man sich doch: Was kann das mit einem Musical zu tun haben, das sich mit der biblischen Geschichte befasst? Vor zwei Jahrtausenden gab es noch keine Rapper. Natürlich nicht, aber in unsere Zeit passt eine moderne musikalische Darbietung wesentlich besser. Der historische Kern der biblischen Botschaft bleibt davon unberührt. Gräber und Everding haben sich zusätzlich bemüht, den Text zu dem Stück "Exodus" kindgerechter zu fassen. Das Musical von Markus Hottiger schildert den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Wer vertraut ist mit der Bibel, weiß, dass die Isareliten das Land am Nil verlassen mussten, weil ihr Volk zu groß geworden war. Der Pharao hatte sogar den Befehl erteilt, Neugeborene dieses Stammes zu töten und den Rest des Volkes zu versklaven. Da schritt Gott ein und beauftragte Mose und Aaron, die Verfolgung durch den Auszug aus Ägypten zu beenden. Auch der Pharao bekam Gottes Willen zu spüren; er willigte schließlich in die Auswanderung ein, die sich bei Nacht und Nebel vollzog. Das Musical schildert, wie sich das Meer teilt und die Hebräer nicht verschlingt. Zu den weiteren Höhepunkten zählt, wie Mose sich von seinem Volk absondert und die "Zehn Gebote" empfängt. Auch der Tanz um das "Goldene Kalb" wird dargestellt. Schon beim ersten Zusammentreffen gab es einen Vorgeschmack auf die Fülle von Liedern im modernen Sound, die Gräber am Keyboard begleitete. Die Texte dazu waren vorher verteilt worden. Es wurde auch notiert, wer sich um welche Rolle bewirbt. Der Fahrplan steht. Mitte April gibt's ein Probenwochenende. Da wird zwei Tage fleißig geübt. Die Premiere geht am Freitag, 23. Mai, über die Bühne. "Vielleicht gehen wir mit diesem Musical auch auf Reisen", überlegt Gräber. Die Kostüme werden selber geschneidert. Inzwischen gibt es aber auch einen Fundus aus früheren Aufführungen. Die Bühnendekoration steht noch bevor: Auch sie wird in Eigenarbeit geleistet.

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