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Eilser Rat legt F-Planöffentlich aus / Beifall für Planer Reinold / Verkaufsfläche 1150 Quadratmeter

Pro "Neukauf": 48 Behörden - keine Bedenken

Eilsen (tw). Freude im Eilser Rat: Alle 48 Behörden, die das Rintelner Büro Reinold frühzeitig angeschrieben hat, haben gegen die neunte Änderung des F-Plans keine Einwände erhoben; gleiches gilt für die Privatleute, die im Zuge einer Bürgerversammlung im Eilser Rathaus Gelegenheit hatten, sich kritisch zu äußern. Besagte Änderung ist - eine - Voraussetzung dafür, dass Edeka den Neukauf auf dem Gelände der Schaumburg-Klinik bauen kann.

veröffentlicht am 22.05.2008 um 00:00 Uhr

Jetzt hat der Rat der Samtgemeinde unter Vorsitz von Dr. Willi Dreves (CDU) im Dorfgemeinschaftshaus Buchholz einstimmig beschlossen, den F-Planöffentlich auszulegen. Laut Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann will die Samtgemeinde die "Aktendeckel" bei der Ratssitzung bereits am Montag, 7. Juli, endgültig schließen: "Dann", so Schönemann, "wäre das Thema noch vor den Sommerferien für Eilsen durch." "Wir haben Wert auf eine zügige Bearbeitung des Vorhabens gelegt", erklärt Planer Matthias Reinold im Rat; Reinold ist in der Nachfolge von Thomas Zerner (I-LEX, Bückeburg) mit der aktuellen Änderung des F-Plans für das Edeka-Projekt betraut. Dafür erhält der Rintelner Beifall sowohl von Kai Alack für die SPD-, als auch von Dreves für die CDU-Fraktion. Die einzige Sachfrage kommt von SPD-Ratsherr Frank Rinne: "Einige (frühere) Mitglieder der Bad Eilser CDU-Fraktion befürchten, dass Bad Eilsen seinen Status als Heilbad verliert, wenn der Edeka-Neukauf gebaut wird; deswegen sind sie aus der Fraktion ausgetreten. Ist diese Furcht gerechtfertigt?" - "Das", sagt Schönemann, "ist nicht mehr als eine Mutmaßung". Reinold ist sogar sicher, dass der "Status Bad Eilsens als Heilbad auch nach Durchführung der Planung erhalten bleibt". Der Rintelner Professor Günter Groß komme in seinem Gutachten nämlich zu dem Ergebnis, dass sich aus dem Bau und Betrieb des Neukaufs "keine merklichen Auswirkungen auf die Lufthygiene ergeben". Reinold zufolge, hat das Gros der befragten "Träger öffentlicher Belange" zur Änderung des F-Plans lediglich Routine-Stellungnahmen abgegeben. Lobende Worte gab's in den Schreiben des Landkreises Schaumburg und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover. Der Landkreis begrüßt das Projekt "als Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des allgemeinen, täglichen Bedarfs" ausdrücklich. Laut Schönemann liegt besagter Deckungsgrad im Kurort derzeit bei - nur - 64 Prozent: "Das ist der vorletzte Platz in Schaumburg." Die IHK weist in ihrem Schreiben darauf hin, dass das Projekt in "sehr gut integrierter Lage" der "Stärkung des zentralen Marktbereiches in Bad Eilsen dient" und einen "wertvollen Beitrag zur wohnungsnahen Versorgung der Bevölkerung" leisten wird. Die wichtigste Anregung kommt von der Gemeinde Bad Eilsen, die als eine der 48 "Behörden" ebenfalls gehört wurde. Reinold: "Es wurde darauf hingewiesen, dass der Rat der Gemeinde bei der Flächengröße des geplanten Marktes von 1150 Quadratmetern Verkaufsfläche und nicht von einer Option zur Vergrößerung auf 1500 Quadratmeter ausgeht." Darüber hinaus weist der Landkreis darauf hin, dass für das auf dem Klinikgelände stehende Baudenkmal Arensburger Straße 5 eine vom 6. August 2002 datierte Abbruchgenehmigung vorliegt, die am 9. April 2008 nochmals verlängert wurde; die Abbruchgenehmigung gilt jetzt bis zum 6. August 2010. Ein weiterer Hinweis des Kreises betrifft den in der Nachbarschaft des künftigen Neukaufs liegenden Bahnhof sowie den Kurpark. In diesem Zusammenhang muss für den Bau des Marktes eine Genehmigung des Denkmalschutzes eingeholt werden. "Die Empfehlungen hinsichtlich der geplanten Materialien und der äußeren Gestaltung des Baukörpers werden berücksichtigt", verspricht Reinold.



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