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Für die neue Fußgängerzone werden erst einmal Kanalarbeiten ausgeführt / Baubüro im Hochzeitshaus

Prinzip Maulwurf – die Bagger rücken an

Hameln (pr). Den Ankündigungen folgen nun Taten: Nach der symbolischen Steinaufnahme durch Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann rücken heute die Bagger am. Bis Anfang April werden zunächst einzelne Kanalabschnitte am Pferdemarkt erneuert. Sobald diese vorbereitenden Arbeiten erledigt sind, soll es mit den Bauarbeiten für die neue Fußgängerzone richtig losgehen.

veröffentlicht am 08.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.03.2010 um 09:36 Uhr

Die Sanierung der ersten privaten Hausanschlüsse ist schon in An
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„Wir wollen bereits in dieser ersten Phase alles daransetzen, die Belastungen für die Einzelhändler und die Anlieger so gering wie möglich zu halten“, sagt Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann. Daher gehen die Mitarbeiter der Firma Friedrich Meier aus Hessisch Oldendorf nach dem „Maulwurf-Prinzip“ vor: Sie buddeln nur wenige Löcher – die neuen Kanalrohre werden dann unterirdisch durch das Erdreich geschoben. Vorteil dieses Verfahrens für die Stadt: Die Arbeiten erfordern einen geringeren Zeitaufwand und sind kostengünstiger als bei herkömmlicher Bauweise.

Gebuddelt wird auch an anderer Stelle: Zwei Firmen beginnen ebenfalls in dieser Woche mit der Sanierung privater Hausanschlüsse. Dazu müssen an jeder Seite des Pferdemarktes drei bis vier Gruben ausgehoben werden. Rathaus-Chefin Susanne Lippmann bittet schon jetzt um Verständnis: „Bevor wir an die Fußgängerzone herangehen, muss im Untergrund alles in Ordnung sein. Einschränkungen lassen sich für die Dauer der Bauarbeiten deshalb auch nicht ganz vermeiden.“

Während sich die Arbeiten im März noch auf die Erneuerung der teilweise maroden Kanäle beschränken, ist ab April das Pflaster an der Reihe. Der Rat muss morgen in einer Sondersitzung noch der Auftragsvergabe offiziell zustimmen – dann geht es zusammen mit den Fachleuten der ausführenden Firma an die Detailplanung. „Nach derzeitigen Überlegungen werden wir am Lüttjen Markt beginnen“, erläutert Erster Stadtrat Eckhard Koss. In diesem Bereich soll das Porphyrpflaster, das am Pferdemarkt entnommen wird, neu verlegt werden.

Die Stadt hat sich nach den Worten der Oberbürgermeisterin ein „aktives Baustellenmanagement“ auf die Fahnen geschrieben: Anfang April sollen die Anlieger zu einer Versammlung eingeladen werden – hier wollen Stadt und ausführende Firma konkrete Informationen zum Bauablauf geben. „Es ist selbstverständlich, dass wir auf die Anlieger zugehen“, betont Baudezernent Eckhard Koss. Die Stadt werde aber auch Neues ausprobieren. So sei geplant, im Hochzeitshaus ein Baubüro einzurichten, wo sich Anlieger und Interessierte zu bestimmten Zeiten informieren können. Ebenfalls neu: ein fester Ansprechpartner („Kümmerer“) und ein Servicetelefon, das auch außerhalb der Rathaus-Dienstzeiten erreichbar sein soll.

„Mit diesem Gesamtpaket wird es uns gelingen, das Projekt Fußgängerzone zu schultern“, ist Susanne Lippmann überzeugt. Was die Stadt jetzt noch benötige, sei ein noch stärkeres Wir-Gefühl, ein Schulterschluss mit allen Beteiligten, um das Vorhaben zum Erfolg zu führen. Die Stadt, verspricht die Oberbürgermeisterin, werde dazu mit allen Kräften beitragen.

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