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A 2: Lkw-Überholverbot "richtige Konsequenz"

Priemer hofft weiter auf Verkehrsleitsystem

Landkreis (la). "Ich freue mich, dass das Ministerium auf denöffentlichen Druck der Schaumburger Kommunen reagiert", sagt Auetals Bürgermeister Thomas Priemer zum Lkw-Überholverbot auf der A 2 - dieses hatte Priemer bereits im Januar schriftlich eingefordert. Eine Entscheidung seiüberfällig gewesen, da die hohen Unfallzahlen mit vielen Verletzten und Toten schon in den Jahren 2005 und 2006 die Notwendigkeit zum Handeln gerechtfertigt hätten.

veröffentlicht am 19.12.2007 um 00:00 Uhr

"Nachdem in diesem Jahr wieder viele schwere Unfälle zu vermelden waren, war das Überholverbot die einzig richtige Konsequenz - und kurzfristig zu realisieren", so Priemer. Geringere Unfallzahlen würden auch eine geringere Belastung für die Feuerwehren bedeuten. "Ich werde mit den Feuerwehren die Einsatzzahlen genau analysieren", versprach Priemer. Gerade durch dieÜberholvorgänge der Lastwagen seien schwere Unfälle geschehen. Die unangepasste Geschwindigkeit an Steigungs- und Gefällestrecken - verbunden mit Überholvorgängen von Lastwagen - habe Kollisionen zur Folge gehabt, die Menschenleben gefordert haben. "Eine Reduzierung der Geschwindigkeit und das Überholverbot werden künftig für mehr Sicherheit in diesem Streckenabschnitt sorgen. Ich bin davon überzeugt, dass die Unfallzahlen, vor allem die schweren Unfälle, zurückgehen werden", sagte Priemer. Jede Reglementierung im Straßenverkehrsrecht verlange aber auch umfangreiche Kontrollen. "Nach eigener Wahrnehmung wird immer noch zu schnell gefahren und überholt, obwohl eindeutige Verbotsschilder angebracht sind", stellte Priemer fest. Nur durch verstärkte Kontrollen könnten aufschlussreiche Ergebnisse über die Akzeptanz der Regeln erzielt werden. Ganz zufrieden ist der Auetaler Bürgermeister aber noch nicht. "Einigkeit bestand bisher immer darin, dass eine starre Blechbeschilderung nur ein erster Schritt für eine nachhaltige Verbesserung der Verkehrssicherheit auf der Autobahn sein kann", stellte Priemer fest. Langfristig müssten leistungsfähige Verkehrsleitsysteme in beide Fahrtrichtungen installiert werden. "Ich hoffe, dass der Besuch der Bürgermeister und der Kreistagsmitglieder bei Bundesverkehrsminister Tiefensee insoweit erfolgreich war", so Priemer. Das Schreiben des Bundesministers an MdB Sebastian Edathy gebe zumindest Anlass zur Hoffnung, dass die erforderlichen Finanzmittel für verkehrsbeeinflussende Maßnahmen zügig bereitgestellt werden.



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