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Gestern Verkehrschaos wie selten zuvor / Brummifahrer: "Mein Navi sagt, ich soll hier lang fahren"

Priemer fordert Entlastung für das Auetal

Auetal (la). Gestern ist die Baustelle auf der Autobahn 2 um 1,5 Kilometer verkürzt worden. Die Fahrbahnsanierung in Fahrtrichtung Hannover ist auf dem Teilbereich abgeschlossen, der neue offenporige Asphalt aufgetragen. Für die Umbauarbeiten mussten gestern zwei weitere Fahrstreifen gesperrt werden, so dass der Verkehr in beiden Richtungen nur einspurig rollen konnte. 25 Kilometer lang standen die Fahrzeuge in Richtung Hannover an und bis zu 14 Kilometer in Richtung Dortmund.

veröffentlicht am 28.04.2007 um 00:00 Uhr

Nichts geht mehr in Rehren: Das Nadelöhr in Richtung Autobahn is

Auf dem "Auetal Highway" drängten sich die Lastwagen und Pkw. Von Steinbergen bis Rehren reichte der Stau, und während auf der Autobahn der Verkehr wenigstens langsam rollte, stand auf der Umleitungsstrecke eine einzige Blechlawine aus Autos und Lastwagen. Viele versuchten den Stauüber "Schleichwege" zu umfahren. Fast jeder Feldweg wurde dabei getestet. Beliebt war die Strecke über Poggenhagen, Borstel und Kathrinhagen nach Rehren, sodass sich auch auf der Auestraße in Rehren eine lange Autoschlange bildete, weil die Autofahrer dort nach links auf die Landesstraße einbiegen mussten. Einige fuhren sogar durch die verkehrsberuhigte Schulstraße und weiter durch das Auetal bis nach Lauenau. "Mein Navi sagt, dass ich hier lang fahren soll", sagte der Fahrer eines Sattelzuges, der in Kathrinhagen verzweifelt versuchte in die Hagenstraße einzubiegen. Er sah allerdings ein, dass er mit seinem Sattelzug niemals die Kurve bekommen würde und die dann folgende Straße mit der "Huckebrücke" nicht für sein Gespann geeignet sind. Nadelöhr waren schließlich die beiden Kreuzungen in Rehren, die die Autofahrer passieren mussten und dann wieder auf die Autobahn zu gelangen. Zwar ist die Autobahnbaustelle jetzt 1,5 Kilometer kürzer, aber an der Stausituation wird sich dadurch nichts ändern. "So geht es nicht weiter", sagte Bürgermeister Thomas Priemer und schickte gestern einen Brief an den Leiter der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Geschäftsbereich Hannover, Joachim Ernst, in dem er nicht mehr um Prüfung der Umleitung des Verkehrs in Richtung Hannover über Steinbergen, Hessisch Oldendorf, Rohden nach Rehren bittet (wir berichteten), sondern diese nunmehr direkt fordert. "Ich kann den Auetalern diese Belastung nicht mehr zumuten. Schließlich handelt es sich nicht um eine kurze Zeit, denn bis Ende 2008 wird die Baustelle mit Sicherheit noch bestehen und damit auch die Staus", begründet Priemer seinen Schritt. Der Verkehr in Richtung Dortmund könnte weiter durch das Auetal umgeleitet werden. "So käme es zu einer enormen Entlastung für das Auetal, und da die Strecke über Hessisch Oldendorf etwa zwölf Kilometer länger ist, wird der Umleitungsverkehr dort entzerrt", so der Auetaler Verwaltungs chef. Den Brief hat Priemer außerdem an den Landkreis Schaumburg und die Landesverkehrsbehörde in Hameln geschickt. Die Unabhängigkeitsstraße bleibt noch bis zum nächsten Freitag gesperrt. Dort wurde gestern ein Teil der Autobahnbrücke abgerissen, und nun wird mit dem Neubau der südlichen Brückenhälfte begonnen. Hinweis: Mehrüber das Verkehrschaos im Auetal berichtet unsere Zeitung am Donnerstag auf einer Doppelseite.

Hier wird ein Teil der Autobahnbrücke abgerissen.
  • Hier wird ein Teil der Autobahnbrücke abgerissen.
Schwere Walzen glätten die neue A 2-Fahrbahndecke.
  • Schwere Walzen glätten die neue A 2-Fahrbahndecke.


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