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Über Steinbergen und Rohden nach Rehren: Bürgermeister schlägt Landesbehörde alternative Strecke vor

Priemer: Eine Richtungüber Oldendorf umleiten

Auetal (rnk). Das Verkehrsaufkommen im Auetal, zwischen Rehren und Buchholz, ist für Thomas Priemer "nicht hinnehmbar". In einem Brief an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr fordert der Bürgermeister jetzt eine andere Umleitung für den Verkehr, der von der Anschlussstelle Bad Eilsen in Richtung Rehren fließt.

veröffentlicht am 13.04.2007 um 00:00 Uhr

Ein ganz normaler Anblick in Rehren: Dicht an dicht durchfahren

Der Verkehr habe derartig chaotische Ausmaße angenommen, dass ein Bürgermeister nicht mehr tatenlos zuschauen kann, begründet Priemer. Und erzählt von Lastwagenfahrern, die im Rehrener Wischfeld stehen, auf dem Verbindungsweg von Escher nach Rehren (dem Pustweg) und sogar in Rolfshagen in der "Welle" (!) - alle auf der Suche nach einemalternativen Weg zum hoffnungslos überfüllten Auetal-Highway. Denn die Strecke dient beiden Verkehrsströmen als Umleitungsstrecke: aus Richtung Dortmund als U 44 und aus Richtung Hannover als U 3. Geht es nach Priemer, wird der von Bad Eilsen kommende Verkehrüber die B 83, also Steinbergen, bis nach Hessisch Oldendorf und von dortüber die Landesstraße 434 zur Anschlussstelle Rehren-Süd geführt. Bislang diene der Auetal-Highway von Rehren bis nach Buchholz als Umleitungsstrecke für beide Richtungen, folge die Landesbehörde seinem Vorschlag werde künftig eine Umleitungsstrecke diesseits der Weserberge und die andere jenseits liegen, so Priemer. Da die Umleitungsstraße von Steinbergen über Oldendorf und Rohdental zudem mit geschätzten zwölf Kilometern deutlich länger wäre, würde sich der Verkehr entzerren, die Beeinträchtigungen wären also nicht ganz so schlimm. Die Bundesstraße 83 sowie die Landesstraße 424 bis zur Anschlussstelle Rehren-Süd seien zudem leistungsfähig genug, um den Umleitungsverkehr aufzunehmen, meint Priemer. Probleme an der großen Steigung zwischen Rohden und Rehren sieht der Bürgermeister nicht: Sie sei durch den zweispurigen Ausbau in Richtung Rehren "entschärft". Staus, wie sie derzeit täglich beim Aufeinandertreffen der beiden Verkehrsströme zu beobachten seien, könnten so "erheblich reduziert" werden, da beide Umleitungsstrecken zwar parallel zur Autobahn verlaufen, sich aber nicht gegenseitig beeinflussen würden. Priemer will nicht ausschließen, dass in Oldendorf ein "leicht erhöhtes Verkehrsaufkommen unter Umständen wahrnehmbar" sein könnte, aber mit Staus sei dort nicht zu rechen. Natürlich, so der Bürgermeister, sei es unangenehm, wenn man Probleme aus der eigenen Kommune in eine benachbarte verlagert, aber hier müsse der Gedanke der "Solidargemeinschaft" gelten. Immerhin, so Priemer, sei die vorgeschlagene Umleitung befristet: Ende 2008 sollen die Straßenausbaumaßnahmen beendet sein. Aufgrund der starken Verkehrsbelastung durch die vielen anstehenden Feiertage sowie die Sommerferien bittet Priemer die Landesbehördeum eine "bevorzugte Bearbeitung." Grundsätzlich, so führt der Bürgermeister aus, seien die Baumaßnahmen auf der Autobahn natürlich zu begrüßen, da sie zum Einbau diverser Schallschutzmaßnahmen für die Ortschaften des westlichen Auetals führen. Aber eine derartige Verkehrsbelastung wie zurzeit sei aufgrund der sich "anbietenden Alternative" vermeidbar.

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