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Pläne für Weiterbau bis Sportplatz Todenmann / Anlieger müssen zustimmen

Premiere in Rinteln: "Gabionenwände" als Markenzeichen des neuen Radwegs

Todenmann (wm). Diplom-Ingenieur Matthias Müller vom Planungsbüro Kirchner aus Stadthagen hat den Ortsratsmitgliedern unter Vorsitz von Ortsbürgermeister Uwe Vogt am Dienstagabend im Gasthaus Droste den dritten Bauabschnitt des Radweges von Rinteln bis Todenmann vorgestellt. Dieser führt durch die Ortslage vom Alten Zollhaus bis zum Sportplatz.

veröffentlicht am 06.09.2007 um 00:00 Uhr

Mit grobem Schotter und Steinen gefüllte Drahtkörbe dienen als S

Wann der Radweg tatsächlich gebaut werde, hänge allerdings von der Finanzlage des Landes Niedersachsen ab, dämpfte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz zu frühe Euphorie. "Wenn alles klappt, im nächsten Jahr" - aber sicher sei das nicht. Die Stadt zumindest habe alles getan, um den Weiterbau auf der Prioritätenliste der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nach oben zu bringen, und die Planungskosten für den dritten Abschnitt in Höhe von 25 000 Euroübernommen. Auf rund 250 000 Euro schätzt das Büro Kirchner die Gesamtkosten. "Markenzeichen" des Radweges, der zurzeit entlang der Mindener Straße von der Straßenmeisterei bis zum Ortseingang von Todenmann im Bau ist, sind die so genannten "Gabionenwände", mit Steinen gefüllte Körbe, zwischen einem halben und drei Metern hoch, die an der Hanglage das Erdreich abstützen - übrigens erstmals im Raum Rinteln verwendet. "Die passen nicht nur besser in die Landschaft", warb Müller für diese Konstruktion, "sondern sind auch nicht teurer als herkömmliche Stützwände aus Beton." Besichtigen kann man sie bereits an der Mindener Straße, weitergeführt werden soll diese Form der Geländesicherung bis zum Sportplatz Todenmann. Neben den noch fehlenden Landesmitteln ist der Grundstückskauf entlang der Straße eine weitere Hürde vor dem Baubeginn. Denn alle Grundeigentümer müssen bereit sein, die für den Radwegebau notwendigen Quadratmeter an das Land Niedersachsen zu verkaufen. Legt sich auch nur ein Eigentümer quer, warnte Buchholz, ziehe das ein zeitraubendes und teures Planfeststellungsverfahren nach sich, auf das man verzichten könne, wenn alle Anlieger im Rahmen des Planungsverfahrens ihre Einverständniserklärung abgeben. Das sei allen Anliegern auch bekannt, nämlich bereits im Juli dieses Jahres im Rahmen einer Bürgerversammlung erläutert worden, schilderte Buchholz auf der Ortsratssitzung. Die Katasterverwaltung habe inzwischen die Wertgutachten für den Grunderwerb erstellt, die den Anliegern zugesandt worden seien. Die von Müller vorgestellte Planung brachte keine Überraschungen: Der 2,50 Meter breite Radweg wird an der Landesstraße 441 weitergeführt, die Einschnitte in privaten Grund und Boden sind minimal, sogar die Bäume vor dem Gasthaus "Zur Linde" dürfen stehen bleiben. Nur Autofahrer, die von Stichwegen auf die Landesstraße einbiegen, müssen sich künftig umstellen: Künftig haben hier Radler und Fußgänger Vorfahrt.



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