weather-image
40 Jahre Partnerschaft mit Sablé: Bürgermeister muss sich ab sofort um Kekse kümmern - als Bruderschaftler

Premier Fillon will zurück nach Bückeburg

Bückeburg/Sablé (rc). "Es war ein unglaublich tolles Wochenende mit vielen Eindrücken für unsere Delegation. Es hat die Freundschaft zwischen den Sabléern und den Bückeburgern deutlich gemacht und weiter vertieft, sowohl auf offizieller als auch auf privater Seite." Dieses Fazit haben Bürgermeister Reiner Brombach und Siegfried Demjanenko, bei der Stadtverwaltung verantwortlich für den Austausch, nach der Rückkehr der 142-köpfigen Bückeburger Delegation gezogen, die über das verlängerte Himmelfahrtswochenende zu den Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit der französischen Stadt in Sablé waren. Nach für einige mehr als 15-stündiger Rückreise kehrten alle wohlbehalten nach Bückeburg zurück.

veröffentlicht am 23.05.2007 um 00:00 Uhr

Bürgermeister Reiner Brombach (l.) und Austausch-Chef Siegfried

Für den Höhepunkt der Feierlichkeiten sorgte allerdings Frankreichs neuer Premierminister François Fillon, lange Jahre Bürgermeister von Sablé und eng mit der Region Sarthe verbunden - er wohnt nur wenige Kilometer von Sablé entfernt nahe dem Kloster Solemnes. Fillon hatte es sich am Sonnabendnicht nehmen lassen, nach Sablé zu kommen, um die Verbundenheit zu seiner Heimat zu zeigen und ein neues Bildungs- und Familienzentrum in einem Problemviertel Sablés zu eröffnen. Er habe eine lange Unterhaltung mit ihm über die Bedeutung Europas und der Partnerschaft führen können, sagte Brombach. Von sich aus habe Fillon die Idee geäußert, dass er anlässlich eines Deutschlandsbesuchs auch nach Bückeburg kommen wolle: "Ihm ist die Partnerschaft wichtig." Da Fillon natürlich von einem riesigen Medientross begleitet wurde, flimmerte Bückeburgs Bürgermeister alle halbe Stunden landesweit durch die Nachrichten. Zweiter Höhepunkt der offiziellen Begegnungen war der Sonnabendnachmittag, als in einer zum Kulturzentrum hergerichteten Scheune nahe des Schlosses die Partnerschaft durch den Austausch von Urkunden offiziell erneuert wurde, die auf französischer Seite Bürgermeister Pierre Touchard übergab. Das Versprechen: "Sablé und Bückeburg erneuern heute die feierliche Verpflichtung, die ständigen Beziehungen zwischen unseren Städten zu behalten, in jedem Bereich die Austausche zwischen ihren Bewohnern zu unterstützen und durch ein besseres gegenseitiges Verständnis das lebendige Gefühl der europäischen Brüderlichkeit zu entwickeln." Begonnen hatte der Austausch am Donnerstagmorgen mit einem kleinen Empfang für die Gäste im Kulturzentrum. Hier wurde eine Ausstellung mit Fotos über 40 Jahre Partnerschaft eröffnet, zusammengestellt von den Sabléer Vereinen. Sie soll demnächst auch nach Bückeburg kommen, hier dupliziert und um Bückeburger Fotos erweitert werden. "Wir wollen diese Erinnerungen bewahren", so Demjanenko. Der Freitag stand dann im Zeichen von Sport, Spiel und Ausflügen, abends gab es ein Grillfest, zu dem weit über 500 Sabléer kamen. Die Musikschule der Partnerstadt sorgte für Musik und Tanz, ausschließlich junge Menschen standen dabei auf der Bühne. Brombach und Demjanenko: "Dies ist ein Zeichen, dass unsere Begegnung sehr stark von der Zukunft geprägt ist und zur Normalität zwischen allen drei Städten führen kann." Zum Hintergrund: Auch aus Bückeburgs niederländischer Partnerstadt Nieuwerkerk war eine 55-köpfige Delegation nach Sablé gekommen. Am Sonnabend wurde Nieuwerkerks Bürgermeister André Bonthuis und Bürgermeister Brombach noch eine besondere Ehre zuteil. Sie wurden in die Bruderschaft "Petit Sablé" aufgenommen und mit langen, wallenden, orangefarbenen Mänteln und dazu passenden Hüten ausgestattet. Beide müssen sich jetzt um den Ruf und die Qualität des "Petit Sablé" kümmern, einem Butterkeks, der bereits am Hofe Ludwig XIV. berühmt war und noch heute in Frankreich einen ausgezeichneten Ruf genießt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt