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Gemeinde und DRV ziehen an einem Strang / Bad Eilsen schießt Kosten vor / Maler haben Arbeit schon erledigt

Pragmatische Lösung: Frische Farbe für das Kurtheater

Bad Eilsen (thm). So schnell kann's gehen: Erst vier Wochen ist's her, da titelte unsere Zeitung noch "Der Anblick schadet dem Image von Bad Eilsen" - ein Zitat aus dem Bauausschuss der Gemeinde, welcher den Zustand der Kurtheater-Fassade moniert hatte. Und jetzt - genau: am vergangenen Mittwoch - war das Problem schon gar keins mehr: Das Kurtheater hat ein Facelifting bekommen.

veröffentlicht am 11.07.2006 um 00:00 Uhr

In neuem Glanz: Das Kurtheater. Foto: thm

"In einer Woche beginnen die ,Kulturtage Bad Eilsen', bis dahin wollten wir nach Möglichkeit alles fertig haben", nennt Gemeindebürgermeister Horst Rinne den Hintergrund für den unerwartet schnellen Fortschritt in der Sache. Unmittelbar nach der Sitzung des Bauausschusses habe er mit dem Justiziar der Deutschen Rentenversicherung (DRV, früher LVA) im Gespräch nach Lösungswegen gesucht. Die DRV ist noch immer Eigentümer der Immobilie, will sich von dieser jedoch so schnell wie möglich trennen. Da ist's nur zu verständlich, dass die DRV am liebsten knausern würde, wenn's um Investitionen ins Objekt geht. Andererseits: Von einem gepflegten Ortsbild profitiert ja auch die DRV als Betreiber des Rehazentrums, und das um so mehr, als künftig neue Standards für Kurorte gelten werden (wir berichteten). Woher also das Geld nehmen, wo doch die Gemeinde nicht in ein Objekt investieren möchte, das ihr nicht gehört, und wo doch die DRV nicht in ein Objekt investieren möchte, das ihr möglicherweise schon bald nicht mehr gehört? Wie Rinne schildert, habe die DRV unverzüglich der Bitte des Bauausschusses ("erwirken, dass mehr für den Unterhalt des Gebäudes getan wird") entsprochen und einen Dachdeckerbetrieb mit Reparaturarbeiten beauftragt. "Das war eine Woche nach der Sitzung schon erledigt", freut sich der Bürgermeister. Auch für die Sanierung der Fassade haben Gemeinde und DRV eine einvernehmliche Lösung gefunden. Und die sieht so aus: Fassade und Fenster bekommen sofort Farbe, finanziell tritt die Gemeinde aus buchungstechnischen Gründen zunächst in Vorleistung, erhält das Geld - etwa 1500 Euro - aber im Septembernach der Großveranstaltung "Kliniktag" zurückerstattet. Die dort erzielten Erlöse werden üblicherweise für einen guten Zweck gespendet - und einer davon ist in diesem Jahr eben das Sanieren der Kurtheaterfassade. "Damit sollte ein Großteil der Kosten abgedeckt sein", sagt Rinne. "Falls am Ende doch noch was fehlt, dann bezahlt das die Gemeinde aus der Kurtaxe." Gesagt, getan: Einörtlicher Malerbetrieb erhielt den Auftrag, die Fassadenfront und die Fensterrahmen zu streichen.

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