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Nach der Kritik durch „Finanztest“ bietet die Bausparkasse BHW in jedem Fall eine einvernehmliche Lösung an

Postbank will unzufriedene Kunden glücklich machen

Hameln (TT). Die Kritik an den Verkaufsmethoden der Postbank und der Hamelner Bausparkassen-Tochter BHW hat auch gestern noch kräftig Staub aufgewirbelt: Unternehmenssprecherin Iris Laduch äußerte großes Unverständnis über die Zeitschrift „Finanztest“, die zwar die Verkaufsmethoden von Postbank-Beratern bei Bausparverträgen kritisiert hatte – aber nicht bereit sei, die Fälle zu nennen, damit BHW diese dann auch prüfen könne. Laduch: „Damit nimmt uns Finanztest die Möglichkeit, für jeden einzelnen Fall am Ende doch noch eine kundenfreundliche Lösung zu finden.“

veröffentlicht am 22.10.2009 um 10:04 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

BHW

Unter Berufung auf derzeitige und ehemalige Mitarbeiter der Postbank heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift, schlecht ausgebildete Berater würden Kunden unabhängig von deren Bedarf Verträge verkaufen. Das Magazin führt Fallbeispiele von Senioren an, denen die BHW-Bausparkasse Verträge vermittelte, deren Zuteilung die älteren Kunden voraussichtlich nicht mehr erleben. Drei der Kundinnen müssten dazu „weit über 100 Jahre alt“ werden, heißt es in „Finanztest“. Laduch erklärte dazu gestern gegenüber der Dewezet: „Natürlich können auch Senioren noch einen Bausparvertrag abschließen. Wir haben Vertragsmöglichkeiten, bei denen ein Vertrag nach drei Jahren zuteilungsreif wird. Wenn ältere Immobilienbesitzer einen solchen Vertrag abschließen, um ein paar Jahre später ein Dach zu sanieren oder in eine neue Heizung zu investieren, dann macht das durchaus Sinn.“ Zudem sei ein Bausparvertrag vererbbar. Laduch: „Es gibt diverse Großeltern, die für die Enkel in einem Bausparvertrag Geld ansparen und in dieser Form vererben wollen.“

Im Übrigen bewältige das Unternehmen pro Jahr zwei Millionen Beratungsgespräche, die in 500 000 Produktabschlüssen mündeten. Im Beratungsgeschäft sei ein Prozent unzufriedene Kunden „normal“. Die Standardberatung der Postbank sehe vor, dass Wünsche und Ziele eines Kunden ebenso abgefragt werden wie es eine Bestandsanalyse bezüglich der Finanzlage und möglicher Verbindlichkeiten gebe. Einzelne Mitarbeiter hätten sich offenbar nicht in allen Beratungen an diese Vorgaben gehalten. Um in jenen Fällen, in denen Kunden unzufrieden seien, nun gegensteuern zu können, bräuchte die Postbank den Kontakt zu den Kunden. Doch dies lasse „Finanztest“ eben nicht zu. Laduch: „Wenn die betroffenen Kunden auf uns zukommen, sehen wir uns die Fälle an und lösen jeden einzelnen einvernehmlich und kundenfreundlich. Wir möchten das Vertrauen in jedem Einzelfall zurückgewinnen.“

Der BHW-Betriebsratsvorsitzende Timo Heider erklärte, dass die Problematik nicht in der Hamelner BHW-Zentrale liege, sondern eher bei den Postbank-Strategen, die den Vertrieb organisieren und für die Verkaufszahlen Verantwortung tragen. Der Vertrieb der Postbank sei diejenige Abteilung, die mit dem Kunden in Kontakt stehe, ihn berate und an vorderster Front mit ihm zu tun habe.



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