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WM-Qualifikation

Portugal und Frankreich fahren zur WM - Aus für Holland

Berlin (dpa) - Großer Jubel in Lissabon und Paris - tiefe Trauer in Amsterdam: Europameister Portugal und Frankreich haben als 17. und 18. Team die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland perfekt gemacht.

veröffentlicht am 10.10.2017 um 22:49 Uhr
aktualisiert am 11.10.2017 um 15:52 Uhr

Portugal jubelt über den 2:0-Erfolg gegen die Schweiz. Foto: Armando Franca

Die Niederlande hingegen scheiterten nicht unerwartet in der Qualifikation.

Portugal setzte sich im Showdown mit der Schweiz 2:0 (1:0) durch und verdrängte die bisher perfekten Eidgenossen aufgrund der besseren Tordifferenz noch vom ersten Platz der Gruppe B. Frankreich, Weltmeister von 1998, machte den letzten Schritt zum Sieg in der Gruppe A durch ein 2:1 (2:1) gegen Weißrussland.

Für die Niederlande wurde das Scheitern in der Qualifikation trotz eines überragenden zweifachen Torschützen Arjen Robben beim 2:0 (2:0) gegen Schweden zur Gewissheit. Erstmals seit der WM 2002 in Japan und Südkorea ist der dreimalige WM-Zweite, der 7:0 hätte gewinnen müssen, bei einem Weltturnier zum Zuschauen verdammt. Schon bei der EM-Endrunde im vergangenen Jahr war Oranje nicht dabei gewesen. 2010 in Südafrika hatten die Niederlande den großen Favoriten Spanien im WM-Finale noch bis in die Verlängerung gezwungen und erst kurz vor Schluss mit 0:1 durch das Tor von Andres Iniesta verloren.

Am Dienstag fielen auch die letzten Entscheidungen hinsichtlich der Playoffs, in denen die letzten vier WM-Teilnehmer aus Europa ermittelt werden. Neben Schweden in der Gruppe A und der Schweiz in der Gruppe B gehört auch Griechenland dank des 4:0 (1:0) gegen Gibraltar zum Feld der acht besten Gruppenzweiten. Der Europameister von 2004 belegte den zweiten Rang der Gruppe H. Zu den besten Zweiten gehören auch Dänemark, Italien, Nordirland, Irland und Kroatien. Heraus fiel die Slowakei als schlechtester Gruppenzweiter der neun Qualifikationsgruppen. Die vier Europa-Playoffs werden am 17. Oktober ausgelost; die Spiele finden vom 9. bis 14. November statt.

Die Portugiesen brachte in Lissabon ein Eigentor des ehemaligen Hamburger Bundesligaprofis Johan Djourou (41.) auf den Weg nach Russland. André Silva (57.) legte nach und sorgte somit für Ruhe. Für Frankreich trafen die Offensivstars Antoine Griezmann (27.) und Olivier Giroud (33.) per Doppelschlag, Anton Saroka (44.) brachte Weißrussland nochmals heran.

Arjen Robben zeigte es seinen Kritikern in Amsterdam. Der Superstar von Bayern München, der unter Ex-Coach Carlo Ancelotti zuletzt nicht mehr gut gelitten war, spielte groß auf und verwandelte einen Handelfmeter in lässiger Manier zur Führung (16.). Fünf Minuten später setzte der Ausnahmestürmer mit einer herrlichen Direktabnahme einen drauf. Er hätte jedoch fünf weitere Tore erzielen müssen, um den Traum von der WM-Qualifikation noch wahr werden zu lassen, dafür waren die Schweden aber dann doch zu gut. Gefeiert wurde er von den Fans in der Amsterdam Arena aber dennoch.

Griechenland feierte am Ende einen klaren Sieg gegen den krassen Außenseiter Gibraltar. Vasileios Torosidis, zweimal Konstantinos Mitroglu und Giannis Giannotas erzielten die Tore. Gruppensieger Belgien kam zu einem klaren 4:0 gegen Zypern.

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