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Bei Umbau Verunreinigung durch Asbest entdeckt / Möbelhaus geschlossen / Kunden-Hotline

Porta verseucht - 15 Millionen Euro Schaden!

Porta Westfalica-Barkhausen. Das Porta-Einrichtungshaus in Barkhausen bleibt geschlossen. Fast alle Möbel sind Sondermüll, alle Räume müssen saniert werden: Gestern gab die Geschäftsführung bekannt, dass der Asbest-Albtraum (wir berichteten) zur Realität geworden ist. Der Schaden wird auf 15 Millionen Euro geschätzt.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 16:06 Uhr

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wurde das Möbelhaus ger

Autor:

Stefan Koch

"Die Dinge laufen nicht so, wie sie laufen müssen", erklärte zur Pressekonferenz Kurt Jox, Sprecher der Porta-Geschäftsleitung. Nachdem das Unternehmen noch am Dienstagabend nur dem Verdacht einer Asbest-Verseuchung nachging, wurde dies durch weitere Analysen des Ingenieurbüros Liebermann bestätigt. Was im April als Umbau begonnen hatte, ist nun zu einer gigantischen Asbestsanierung geworden. Nach Auskunft von Jox legten Handwerker Ende Juli Brandschutzplatten frei, hinter deren Ummantelung asbesthaltiges Material war. Es wird vermutet, dass größere Mengen bereits bei einem Umbau im Jahr 1982 entfernt worden sind. Jetzt sollen sich noch einige Exemplare in einer Brandwand und im hinteren Gebäudeteil befinden. Wie Jan Köpke von dem mit der Sanierung beauftragten Ingenieurbüro Liebermann erklärte, sind durch Tupfproben Hinweise darauf gefunden worden, dass Gegenstände mit Asbestfasern verseucht worden sind. Konsequenz: Fast alle Möbel müssen wegen der Krebsgefahr als Sondermüll entsorgt und deponiert werden. Doch es kommt noch teurer: Nicht nur Wärmeschutzplatten, sondern auch Innenmaterial wie unter anderem Teppichboden seien zu entsorgen, erklärte Jox. Des weiteren werde jeder Quadratzentimeter der Verkaufshallen gereinigt. Gleiches geschehe mit Baumaschinen und Material. Nur durch Sicherheitsschleusen sei das Objekt zu betreten. "Wir wissen nicht, wann wir wieder öffnen können." Der wirtschaftliche Schaden ist immens. So hält es die Geschäftsleitung derzeit für unwahrscheinlich, dass eine Versicherung für die Folgen der Verseuchung aufkommt. Für die rund 120 Mitarbeiter des Einrichtungshauses und des mit ihm verbundenen Auslieferungslagers ist erst einmal Urlaub angesagt. Später wird geklärt, ob sie an anderen Standorten eingesetzt werden. "Hätten wir nur die Filiale in Barkhausen, wäre das das Ende gewesen", erklärte gestern Jox angesichts der Tatsache, dass der Schaden bislang 15 Millionen Euro beträgt. Vor der unternehmerischen Leistung können er da nur den Hut ziehen. Köpke machte gestern deutlich, dass derartige Sanierungsfälle keine Seltenheit bei Umbauten seien. "Andere Einrichtungen treten damit aber nicht so offensiv an die Öffentlichkeit." Zusammen mit der Bezirksregierung Detmold und der Gewerbeaufsicht hatte die Geschäftsleitung gestern weitere Schritte geklärt. Dabei hätten sich die Dienststellen lobend zum Krisenmangement geäußert, versichert Geschäftsführer Gerhardt Laubmeyer. Jox fügt hinzu: "Wir werden unser Haus erst dann wieder freigeben, wenn sichergestellt ist, dass sämtliche Materialien entfernt wurden, die in irgendeiner Weise eine Beeinträchtigung für die Gesundheit hätten darstellen können." Für Kunden, die Fragen zur Schließung des Einrichtungshauses haben, hat Porta eine kostenfreie Kunden-Hotline eingerichtet. Unter der Nummer (0800) 8 88 96 66 steht von 8 bis 17 Uhr ein Ansprechpartner zur Verfügung.



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