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Taschenmesser wird jetzt im Landeskriminalamt Hannover auf DNA-Spuren untersucht

Polizeihund findet die Tatwaffe im Gebüsch

Rinteln (wm). Die Polizei hat die vermutliche Tatwaffe gefunden, mit der der 21-jährige aus Montenegro am Dienstag gegen 17.40 Uhr vor dem Haupteingang des Bekleidungshauses am Pferdemarkt getötet worden ist (wir berichteten): Es handle sich um ein "handelsübliches" Taschenmesser, meldete gestern Kriminaloberkommissar Manfred Kesselring, Leiter der Mordkommission.

veröffentlicht am 21.10.2006 um 00:00 Uhr

Gesichert: die mutmaßliche Tatwaffe.

Gefunden hat das Messer, an dem sich Blutspuren befinden, ein speziell ausgebildeter Polizeihund "in der Nähe des Tatortes". Die Polizei hatte am Donnerstag nochmals vier Leichenspürhunde aus ganz Niedersachsen nach Rinteln geholt. Nach der Lage des Messers, den genauen Fundort wollte Kesselring nicht nennen, könne man schließen, dass das Messer nicht weggeworfen, sondern versteckt worden sei. Die Klinge des Messers sei "eingeklappt" gewesen. Kesselring geht mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es auch die Tatwaffe ist, denn die Stichkanäle, die in der Rechtsmedizin Hannover an dem getöteten jungen Mann festgestellt worden seien, korrespondierten mit der Klinge des Messer. Das Messer soll jetzt zur weiteren Untersuchung, besonders auf DNA-Spuren, dem Landeskriminalamt in Hannoverübergeben werden. Inzwischen, so Kesselring hätten sich weitere Zeugen der Auseinandersetzung bei der Polizei gemeldet, deren Aussagen sich mit der von der Polizei festgestellten "Spurenlage" deckten. Damit könne die Beteiligung "eines ominösen dritten Mannes" ausgeschlossen werden.

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