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Sebastian Edathy will Landesinnenminister schreiben / Auch Eigentümer Freddy Denz will tätig werden

Polizeigebäude: Dringender Sanierungsbedarf

Rinteln (wm). Der heimische Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy (SPD) begleitete in der Nacht von Freitag auf Sonnabend die Nachtschicht auf dem Polizeikommissariat in Rinteln bei ihren Einsätzen. Es war eine ruhige Nacht - kein Unfall musste aufgenommen, kein Familienstreit geschlichtet werden.

veröffentlicht am 27.05.2008 um 00:00 Uhr

Sebastian Edathy (r.) im Gespräch mit Stephan Weichert. Foto: to

Genug Zeit also für Edathy, das Gebäude zu besichtigen und sich die Sorgen der Beamten anzuhören. Edathys ernüchternde Erkenntnis: Die Polizeiimmobilie habe einen Sanierungsstau, nicht nur die Toilettenanlagen ohne Fenster und eine vernünftige Entlüftung seien nicht mehr zeitgemäß. Er sehe hier dringenden Handlungsbedarf. Edathy will deshalb jetzt den für die Polizei zuständigen Innenminister Uwe Schünemann darüber informieren, mit der Bitte, Gelder für Rinteln locker zu machen. Die Polizei am Hasphurtweg ist gewissermaßen zweigeteilt. Ein Gebäude, dazu der Zwischenbau mit der Sicherheitsschleuse, gehört dem Land Niedersachsen, der Trakt, in dem unter anderem der Kriminalermittlungsdienst untergebracht ist, dem Rintelner Freddy Denz. Der schilderte gestern auf Anfrage in einem Telefongespräch, der Zustand der Räume dort sei ihm durchaus bekannt - er aber genau genommen nicht zuständig. Im Gegenteil, in dem von der Bezirksregierung entworfenen, von ihm im Jahr 1990 unterschriebenen Mietvertrag stehe ausdrücklich, Renovierung der Räume und Reparaturen seien Sache der Behörde. Da jedoch der Mietvertrag demnächst auslaufe, er ein Interesse daran habe, dass die Polizei weiter Mieter bleibe, werde es eine Lösung geben. So habe bei einer Besprechung in Rinteln kürzlich ein Behördenmitarbeiter aus Hannover signalisiert, der Mietvertrag werde auf weitere zehn Jahre verlängert. Denz will dafür im Gegenzug die wichtigsten Renovierungsarbeiten in seinem Haus durchführen lassen. Womit sich der Brief des Bundestagsabgeordneten noch keineswegs erledigt hätte - denn die Sanierung im zweiten Teil des Hauses bleibt nach wie vor Sache des Landes Niedersachsen.



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