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Einsatz der Wasserschutzpolizei aus Hannover / Polizei bildet Ermittlungsgruppe

Polizei will mit Sonarboot am Grund der Weser nach Kristina E. suchen

Rinteln (wm). Von der 22-jährigen Erzieherin Kristina E., die seit dem 16. Januar verschwunden ist (wir berichteten), fehlt nach wie vor jede Spur. Am Wochenende hatte es Gerüchte gegeben, die Vermisste sei gefunden worden - was Peter Balsmeyer vom Kriminalermittlungsdienst in Rinteln gestern aber nicht bestätigen konnte. Die Polizei hat inzwischen für diesen Fall eine eigene Ermittlungsgruppe gebildet.

veröffentlicht am 30.01.2007 um 00:00 Uhr

Wie Balsmeyer erläuterte, will die Polizei - sobald es der Wasserstand der Weser zulässt - ein Sonarboot einsetzen, das bei der Wasserschutzpolizei in Hannover stationiert ist. Das Spezialboot gibt es seit 2001 und ist bereits erfolgreich bei einer Vermisstensuche eingesetzt worden. Und oft auch mit überraschenden Ergebnissen. So hat die Besatzung des Sonarbootes zuletzt im September vorigen Jahres auf der Suche nach einer Vermissten eine bisher unbekannte Leiche im Mittellandkanal entdeckt und einen zweiten Toten in einem Kiesteich bei Lehrte-Steinwedel, der seit 14 Jahren in einem versunkenen Opel Kadettgesessen hat. Damit hat die Polizei die Akten über zwei weitere Vermisstenfälle schließen können. Durch akustische Signale können mit dem Sonarboot größere Gegenstände im Wasser geortet werden, das "Bild" wird auf einem Monitor im Boot angezeigt. Danach, schilderte Polizeikommissar Michael Kock von der Wasserschutzpolizei Hannover, könne die Fundstelle mit Hilfe der GPS-Daten auf den Meter genau ermittelt und mit einer Boje für den gezielten Einsatz der Taucher markiert werden. Wie gestern das Jugendheim Hirschkuppe mitteilte, wo Kristina E. seit Mitte letzten Jahres als Erzieherin beschäftigt ist, seien auch im Jugendheim keine neuen Hinweise eingegangen. Auf der Homepage kristina-vermisst.de ist nachzulesen, dass die Familie Kontakt zur Polizei hält: "Mit gemischten Gefühlen sind wir gestern zu einem Gespräch mit dem Leiter der Ermittlungskommission nach Rinteln gefahren. Wir haben auf unsere Fragen eine ausführliche Antwort sowie Informationen über das weitere Vorgehen der Polizei bekommen. Die Polizei hat sehr sorgfältig nach Spuren rund um den Fundort des Fahrzeugs gesucht. Aus der Darlegung der Polizei ergibt sich, dass alles, was möglich ist und auch Sinn ergibt, eingeleitet und ausgeführt wurde beziehungsweise noch ausgeführt wird. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Polizei alle Möglichkeiten in Betracht zieht."



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