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Kristina E.: Weder Hinweis auf Suizid, noch Verbrechen / Als Erzieherin in Exten tätig

Polizei ermittelt weiter "in alle Richtungen"

Exten (wm). Seit Dienstag, 16. Januar, ist die 22-jährige Kristina E. wie vom Erdboden verschluckt (wir berichteten). Nicht nur die Polizei, auch ihr Lebensgefährte und ihr Arbeitgeber stehen vor einem Rätsel.

veröffentlicht am 23.01.2007 um 00:00 Uhr

Kristina E. - ein Bild aus glücklichen Tagen. Foto: pr.

Wie Uwe Steding, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes in Rinteln gestern in einem Telefongespräch schilderte, gebe es in diesem Fall zurzeit keinen Ansatzpunkt, weder Hinweise auf einen Suizid, noch auf ein Verbrechen: "Wir behalten selbstverständlich alle Möglichkeiten im Auge, ermitteln in jede Richtung - aber konkrete Ergebnisse gibt es nicht." Ratlos ist man auch im Jugendheim Hirschkuppe in Steinbergen, wo Kristina E. und ihr Lebensgefährte seit Mitte letzten Jahres als pädagogische Mitarbeiter beschäftigt sind - Kristina E. leitet eine Wohngruppe in Exten. Beide sind direkt von der Fachschule für Sozialpädagogik zur Hirschkuppe gekommen, es ist ihr erster Arbeitsplatz. Ihren Lebensgefährten kennt Kristina E. schon aus den Schultagen in Wilhelmshaven, wo beide sich auch zu Erziehern haben ausbilden lassen. Die beiden hätten sich gut eingearbeitet, war zu hören, nach der vereinbarten Probezeit sei eine Festanstellung im Gespräch gewesen. Außer den üblichen Anlaufschwierigkeiten habe es auch am Arbeitsplatz keine Konflikte gegeben - zur Weihnachtsfeier habe Kristina E. mit ihren Jugendlichen noch einen mit viel Beifall beklatschten Sketch aufgeführt. Heimleiter Jürgen Kruska: "Wir stehen alle vor einem Rätsel." Wie die Polizei bestätigte, habe man mit den Jugendlichen der Wohngruppe in Exten gesprochen - ohne Ergebnis. Der rote Mazda 626 von Kristina E. war von der Polizei ordentlich geparkt und abgeschlossen in der Nähe des Rumbecker Sportboothafens gefunden worden. Vermisst wird das Dienstbuch der Wohngruppe, eine rote Kladde, in dem das Tagesgeschehen festgehalten wird. Die 22-Jährige war am 16. Januar um 8.41 Uhr noch von einer Arbeitskollegin auf ihrem Handy angerufen worden. Ihr Lebensgefährte hatte sie um 18 Uhr als vermisst gemeldet. Fotos der Vermissten sind inzwischen auch im Internet zu finden.

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