weather-image
Aufschrift "Weserbad" - Herkunft und Inhalt noch unklar / Nächtliche Musik aus Jibi-Lautsprechern

Polizei entdeckt Geldbomben im Schornstein

Rinteln (crs). Einen kuriosen Fund hat die Polizei am Neujahrsabend auf einem Privatgrundstück an der Waldkaterallee gemacht: Im Außenschornstein eines Wohnhauses stießen die Beamten auf zwei verschlossene Geldbomben. Ein Anwohner hatte die Kassetten zuvor entdeckt und die Polizei zur Fundstelle geführt. Noch ist völlig unklar, wer die Geldbomben dort deponiert haben könnte und ob diese aus einer Straftat stammen - entsprechende Hinweise auf ein Delikt hat die Polizei derzeit zumindest nicht.

veröffentlicht am 03.01.2008 um 00:00 Uhr

Merkwürdiger Fund zwischen Silvesterböllern: Woher stammen die G

Die Geldbomben sind eher ein Zufallsfund: Eigentlich waren die Beamten wegen einer ganz anderen Geschichte auf den Jibi-Parkplatz Unter dem Stiderfeld gerufen worden. Anwohner hatten am späten Neujahrsabend gemeldet, das Schiebetor zum Supermarkt-Komplex stehe offen, außerdem dringe Musik aus den Außenlautsprechern. Eine Streifenwagenbesatzung machte sich sofort auf den Weg zum Jibi-Markt, konnte hier gegen 22.30 Uhr jedoch nichts Besorgniserregendes feststellen: Das Tor war ordnungsgemäß verschlossen - zur Verwunderung auch der Polizeibeamten war allerdings tatsächlich Musik aus dem Innern des Supermarkts zu hören. Als die Polizeibeamten die Umgebung des Gebäudes kontrollierten, begegneten sie dem Anwohner, dem die Geldbomben im Schornstein des benachbarten Wohnhauses an der kleinen Durchfahrt zur Waldkaterallee aufgefallen waren. Der Mann führte die Beamten zur Fundstelle an der Gebäuderückseite. Die beiden verschlossenen Geldbomben ohne sichtbare Aufbruchspuren lagen an derÖffnung des Schornsteins in Bodennähe - möglich, dass erst die augenscheinlich im Schornstein angezündeten Silvesterböller die Kassetten zum Vorschein gebracht haben. Eine der beiden Geldbomben trägt die Aufschrift "Weserbad": Sicherheitshalber überprüften die Beamten deshalb noch am gleichen Abend, ob am Weserangerbad eingebrochen worden war - die Kontrolle blieb ohne Ergebnis. Jürgen Peterson als Chef der Rintelner Bäderbetriebe bestätigte gestern, dass keine Geldbombe vermisst wird, weder beim zurzeit ohnehin geschlossenen Weserangerbad noch im Hallenbad. Zudem sei die Aufschrift "Weserbad" statt der gebräuchlichen Bezeichnung Weserangerbad "sehr ungewöhnlich". Die Polizei hat die Geldbomben sichergestellt undüberprüft jetzt alle Spuren. Weitere Hintergründe sind derzeit nicht bekannt. Unklar ist außer des Inhalts der Geldbehältnisse auch deren Herkunft sowie die Frage, wer sie am Fundort deponiert haben könnte und wie lange sie schon dort liegen. "Wir betreiben eine intensive Spurensuche", sagt Uwe Steding als Leiter des Kriminalermittlungsdienstes. So sollen die Spuren zunächst ausgewertet werden, bevor die Geldbomben geöffnet werden können. Nach erstem Anschein sei jedoch zumindest eine von beiden leer, vermutet Steding. Für die nächtliche Musik im Jibi-Markt gibt es offenkundig eine ganz simple Erklärung: "Wir haben ein satellitengesteuertes Musiksystem", erläutert Marktleiter Alexander Müller - und da Neujahr ein Dienstag und damit eigentlich ein normaler Öffnungstag gewesen sei, handle es sich hierbei vermutlich um einen technischen Fehler. Allerdings geht die Musik an normalen Öffnungstagen schon um Punkt 20.30 Uhr aus - warum am Neujahrstag noch um 22.30 Uhr Musik zu hören war, dafür hat auch Müller keine Erklärung.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare