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Staatsschützer beschlagnahmen Sprengstoff, Präzisionsschleuder und umfangreiches Beweismaterial

Polizei durchsucht Wohnungen von drei Neonazis

Bückeburg (rd). Die Polizei hat mit richterlichem Beschluss drei Wohnungen von Neonazis in Bückeburg durchsucht. Dabei fanden und beschlagnahmten Beamte des Staatsschutzkommissariats umfangreiches Beweismaterial. Das teilte die Polizeiinspektion Schaumburg-Nienburg auf Nachfrage unserer Zeitung in einer Pressemitteilung mit.

veröffentlicht am 10.11.2011 um 13:31 Uhr
aktualisiert am 27.11.2012 um 11:34 Uhr

Sichergestellt wurde unter anderem eine Präzisionsschleuder mit Stahlkugeln, die einen Verstoß gegen das Waffengesetz erfüllen. „Unter anderem konnten auch große Mengen von gefährlichen Knallkörpern aus osteuropäischer Produktion beschlagnahmt werden“, erklärt Gabriela Mielke, Polizeipressesprecherin. Die Böller enthielten Sprengstoff, der ein Vielfaches über der Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) von maximal sechs Gramm explosives Gemisch liegt. „Dadurch birgt der Umgang mit diesen Knallkörpern extreme Gefahren“, ergänzt die Polizeisprecherin. Allein der Besitz der Knallkörper stellt einen Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz dar.

Die Durchsuchungen fanden am späten Dienstagnachmittag statt. Die jungen Männer im Alter von 17, 18 und 19 Jahren sind verdächtig, mit Präzisionsschleudern mehrfach Fensterscheiben bei Angehörigen der örtlichen Antifa-Szene zerschossen und illegale Sprengkörper erworben und bei Straftaten benutzt zu haben, so die Polizei. Die Ermittler konnten bei allen Beschuldigten Beweismittel sicherstellen. Die drei Männer werden den „Autonomen Nationalisten Bückeburg“ zugerechnet, die im Verdacht stehen, eine ganze Reihe von Straftaten, unter anderem Körperverletzungen begangen zu haben.



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