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CDU/FDP will KGS verkleinern

Politiker wollen Schaumburger Schüler loswerden

Barsinghausen/Nenndorf (kan). Die Barsinhäuser Ratsmehrheit will an der KGS Goetheschule die Zahl der Parallelklassen verringern: "Darauf wird es hinauslaufen", erläutert CDU-Fraktionssprecher Karl-Heinz Neddermeier. Als Ziel nennt er "eine Größenordnung von etwa 800 Schülern". Derzeit platzt die Barsinghäuser KGS mit mehr als 1300 Schülern aus allen Nähten.

veröffentlicht am 18.02.2008 um 00:00 Uhr

Den Barsinghäuser Politikern missfällt dabei besonders die hohe Anzahl von rund 270 Schülern aus dem Bereich Nenndorf und dem übrigen Nachbarlandkreis Schaumburg, für die die Stadt keine Gastschulbeiträge erhält (wir berichteten). In den vergangenen Wochen ist aber klar geworden, dass es schwierig wäre, den Landkreis Schaumburg zur Zahlung von Schulbeiträgen zu bewegen. Für die Stadt Barsinghausen als Schulträger ist es einfacher, die Zahl der Parallelklassen, die so genannte Zügigkeit der Schule, zu limitieren. "Wenn die Goetheschule eine echte Ganztagsschule werden soll, bleibt uns gar nichts anderesübrig, als die Schülerzahl zu begrenzen", erläutert der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Bernhard Klockow. Zwar hat die Schule formal bereits den Status einer Ganztagsschule, aufgrund der räumlichen Enge gibt es aber nur völlig unzureichende Freizeitbereiche. Auch eine Mensa fehlt der Schule. Aus Sicht von CDU und FDP im Rat der Stadt Barsinghausen sollte die Goetheschule mittelfristig mit sechs Klassenzügen pro Jahrgang arbeiten. Derzeit gibt es nach den Worten von Schulleiter Josef Michael Samol in den Jahrgängen 5 und 6 jeweils acht Züge und in den Jahrgängen 7 bis 10 sogar neun bis zehn Parallelklassen. Samol nennt dieÜberlegungen der Ratsmehrheit eine "Milchmädchenrechnung": "Die 270 Schüler aus Schaumburg könnten wir gar nicht kurzfristig loswerden." Grundsätzlich habe er "kein Problem mit einer Beschränkung der Schülerzahl", sagt der Schulleiter. Es sei schon jetzt eigenes Ziel, nicht mehr als acht Züge pro Jahrgang zu haben. Eine Begrenzung auf sechs hält er aber für problematisch, weil es ausreichende Angebote für alle drei Schulzweige geben müsse: "Als Kooperative Gesamtschule wären wir dann nicht mehr lebensfähig, wenn wir keine Oberstufe hätten." Das drängendste Problem aus Sicht von KGS-Schulleiter Samol ist aber die fehlende Ausstattung der Barsinghäuser Goetheschule als Ganztagsschule. "Das kann nicht beiseite geschoben werden", sagt er und verweist darauf, dass in den umliegenden Kommunen erheblich größere Anstrengungen unternommen würden, Ganztagsschulen auch entsprechend auszurüsten. Im Haushaltsplanentwurf der Stadt Barsinghausen für 2008 sei dafür aber wieder nichts vorgesehen. Die Enttäuschung darüber sei an der Schule groß. "Die Elternschaft fühlt sich düpiert."



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