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Politik gibt zwar Geld, tadelt aber die Wortwahl

Apelern (bab). Die Vereine der Gemeinde Apelern werden für ihren Einsatz belohnt. Der Ausschuss für Soziales, Sport und Fremdenverkehr des Rates hat empfohlen, für besondere Aktionen und die Jugendarbeit Zuschüsse zu gewähren. Allerdings hat sich der Schützenclub Apelern bei der Antragstellung im Ton vergriffen, meinten die Fraktionsvorsitzenden.

veröffentlicht am 29.07.2008 um 00:00 Uhr

Der Schützenclub Apelern will 300 Euro von der Gemeinde, um das Zeltfest Mitte September ausrichten zu können, das gleichzeitig das Kreisschützenfest vom Kreisschützenverband "Nesselblatt" sein wird. Im Vorfeld will der Verein den Bürgerkönig ermitteln. Die Kosten für Munition, Orden und Scheiben seien aber in den vergangenen Jahren so gestiegen, "dass wir überlegen, die Durchführung einzustellen", argumentierte der Vorstand in seiner Antragstellung. Diese Drohung veranlasste CDU-Fraktionsvorsitzenden Börries von Hammerstein, die Wortwahl der Antragsteller zu kritisieren. "Ich fühle mich ein bisschen unter Druck gesetzt, das gefällt mit nicht." Es klinge wie Erpressung, die Form des Antrags sei unter aller Würde. "Dem kann ich nur zustimmen", bekräftigte SPD-Sprecher Andreas Kölle. Der Ausschuss empfahl aber, die 300 Euro für das Fest beizusteuern. Alle Fraktionen betonten, dass es sich um einen einmaligen Zuschuss handelt und kein Automatismus daraus abgeleitet werden kann. "Das Kreisschützenfest ist ein Ausnahmefall, wir sollten ein Auge zudrücken", meinte Willi Ballwanz (SPD). Die Freiwillige Feuerwehr in Reinsdorf hat ein neues Zelt angeschafft. Dieses wird unter anderem für die jährlichen Zeltlager mit dem Nachwuchs genutzt. Rund 2700 Euro hat das Mannschaftszelt gekostet. Der Ausschuss war darin einig, 900 Euro beizusteuern. In der Vergangenheit habe die Gemeinde bei Zuschüssen ein Drittel der Kosten gewährt, sagte Bürgermeister Heinrich Oppenhausen (SPD). Obwohl die Samtgemeinde für die Feuerwehren zuständig sei, zahle diese aber für derartige Anschaffungen keine Fördermittel. In anderen Gemeinden sei es deshalb üblich, die Feuerwehren zusätzlich zu unterstützen. "Ich halte das auch für wichtig. Es sind unsere Kinder, die dabei direkt betroffensind", argumentierte Ausschussvorsitzender Ralf Jordan (CDU). Das Gremium empfahl einstimmig, einen Zuschuss in Höhe von 900 Euro für das neue Zelt zu gewähren. Die Kinder- und Jugendgruppe "Die Kobolde" der Siedlergemeinschaft Apelern und die Jugendarbeit der Laienspielgruppe Apelern sollen mit einem jährlichen Zuschuss von 100 Euro bedacht werden. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung, zu prüfen, ob diese bereits gezahlt werden. Ansonsten sollen die Gruppen in die regelmäßige Jugendförderung aufgenommen werden. 300 Euro werden zudem der Schützenkameradschaft Reinsdorf zugestanden, die für die Jugend ein Druckluftgewehr anschaffte. Außerdem sollen die Mietkosten für die Ferien-Jugendfreizeit im Landschulheim im Deister von 1500 Euro übernommen werden. Die Unterstützung der Veranstaltung sei immer bedeutsamer, so von Hammerstein, da viele Familien sich inzwischen keine Urlaube mehr leisten könnten. Friedrich Judas, verantwortlich für die Orts-Chronik Apelern, hat über die Fortschreibung der Chronik referiert und dabei die Kosten angesprochen, die durch Büromaterial in den vergangenen Jahren angefallen sind. Als Beispiel hatte er einen der 55 Ordner mitgebracht, in denen Fotos, Zeitungsberichte und andere Quellen verwahrt werden. Rund 1500 Euro flossen inzwischen in Papier, Druckzubehör, Ordnungssysteme und sonstiges Material für die Archivierung, wie Judas berichtete. Der Ausschuss schlug vor, die Entscheidung über die Kostenerstattung dem Verwaltungsausschuss zu übertragen. Judas soll der Verwaltung die Rechnungen für das Material zur Prüfung überlassen.



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