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Politik bremst Ziegenprojekt auf dem Heidbrink aus

Kreis Holzminden (fhm). Das umstrittene Ziegenprojekt auf dem Heidbrink wird vorläufig auf Eis gelegt. Das Verfahren, mit dem die Domäne Heidbrink aus dem Landschaftsschutzgebiet Wesertal herausgenommen werden soll, wird zunächst ausgesetzt. Diesen Beschluss fasste der Holzmindener Kreisausschuss am Montagabend.

veröffentlicht am 13.10.2009 um 15:17 Uhr

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Kreis Holzminden (fhm). Das umstrittene Ziegenprojekt auf dem Heidbrink wird vorläufig auf Eis gelegt.
 Das Verfahren, mit dem die Domäne Heidbrink aus dem Landschaftsschutzgebiet Wesertal herausgenommen werden soll, wird zunächst ausgesetzt. Diesen Beschluss fasste der Holzmindener Kreisausschuss am Montagabend. Holzmindens Landrat Walter Waske (SPD) und die Kreistagsabgeordneten geben so der Unternehmerfamilie Petri die Gelegenheit, fehlende Unterlagen einzureichen. Die Familie, die in Glesse eine Molkerei mit 120 Angestellten zur Käseherstellung betreibt, will auf der ehemaligen Landesdomäne 7500 Ziegen halten, um deren Milch zu verwerten.
 Die Herausnahme der Domäne aus dem Landschaftsschutzgebiet ist die erste Voraussetzung, damit Petri das Projekt realisieren könnte. Im Februar hatte Petri die Domäne für 3,4 Millionen Euro vom Land übernommen. Nachdem der Unternehmer im September erstmals seine Pläne präsentiert hatte, formierte sich starker Widerstand. Natur- und Tierschutzverbände protestierten vehement gegen die Ziegen-Massenhaltung. In Polle hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die Widerstand leistet.
 Der Kreisausschuss folgte den Beschlüssen der Samtgemeinde Polle, die von Petri weitere Unterlagen über das Ziegenprojekt haben will. Dazu gehören ein Gutachten über die mögliche Geruchsbelästigung, eine Betriebsbeschreibung und klare Pläne, wie die Gebäude in der Landschaft wirken. „Das Verfahren wird erst wieder aufgenommen, wenn Petri alle Unterlagen beigebracht hat“, sagte Landrat Waske. Er gehe davon aus, dass im November alles vorliege. Danach sollen nochmals Gemeinde und Samtgemeinde Polle gehört werden. Die letzte Entscheidung wird der Kreistag treffen, wahrscheinlich im Dezember. Bisher hatte Petri nur Projektskizzen und Fotos eines Vorbild-Betriebes für 2500 Ziegen in Holland vorgelegt. Ein konkreter Bauantrag wurde noch nicht gestellt.



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