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Pörtner tadelt Koordinator der "Pisa"-Studie

Landkreis (rd). Äußerst scharf kritisiert CDU-Landtagsabgeordneter Friedel Pörtner den Bildungskoordinator der OECD, Andreas Schleicher, der alljährlich die aktuelle "Pisa"-Studie vorstellt und dieses nach Pörtners Wahrnehmung "mit persönlichen Sichtweisen und persönlichen bildungspolitischen Wertevorstellungen verbindet". Schleicher gehe "immer davon aus, dass Gesamtschulsysteme pädagogisch und fachlich wertvoller seien". Zudem habe Schleicher wörtlich ausgeführt, dass die "deutsche Bildungspolitik - statt klare Ziele zu verfolgen - sich im Erfinden immer neuer Detail-Regelungen erschöpft" .

veröffentlicht am 04.10.2006 um 00:00 Uhr

Außerdem habe Schleicher, so Pörtner zornig in einer Pressenotiz, bei der Vorstellung der "Pisa"-Studie die deutschen Bildungsreformen mit einem "Futtersilo" verglichen und sie als "Sammelsurium von Maßnahmen und Bestimmungen" bezeichnet, die keiner mehr einordnen könne. Pörtner hält dem Bildungskoordinator vor, dass er "offensichtlich durch seinen Wohnort in Paris den klaren Überblick über die Bildungspolitik in Deutschland verloren" habe. Es stimme nicht, "dass sich andere Bereiche der Gesellschaft viel dynamischer entwickelt haben als das Schulwesen", lässt Pörtner verlauten. Dieses treffe insbesondere auf Niedersachsen zu, das in den vergangenen drei Jahren viele bildungspolitische Reformen realisiert habe und dabei von der Bertelsmann-Stiftung, die nicht im Ruf stehe, eine konservative Einrichtung zu sein, "auf beispielhafte Art und Weise gelobt würde". Niedersachsen habe ein in sich abgestimmtes Konzept von Reformen vorgelegt.

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