weather-image
22°
Schüler des Wilhelm-Busch-Gymnasiums trainieren Verkehrssicherheit mit dem ADAC

Plötzlicher Stopp auf nasser Fahrbahn

Stadthagen (han). "Achtung Auto!" ist das Motto eines Verkehrssicherheitstrainings gewesen, an dem die fünften Klassen des Stadthäger Wilhelm-Busch-Gymnasiums (WBG) unter der Federführung des ADAC teilgenommen haben.

veröffentlicht am 13.06.2008 um 00:00 Uhr

Beim ADAC-Training wirdüber die Gefahren im Straßenverkehr aufge

Gemeinsam mit ihren Mitschülern sprintete Madeline über das regenüberflutete Alcatel-Gelände an der Gubener Straße. Auf ein Zeichen des ADAC-Mitarbeiters Detlef Gigga mussten die Fünftklässler so schnell wie möglich zum Stehen kommen. "Es ist gar nicht so leicht, auf nasser Straße aus vollem Lauf plötzlich anzuhalten", beschrieb die Fünftklässlerin ihre Erfahrung mit dem Aquaplaning. "Auf diese Weise erleben die Schüler, dass man nicht plötzlich anhalten kann, wenn man sich auf etwas konzentrieren muss", erläuterte Gigga den Sinn der Übung. "Für die Verkehrssicherheit spielen das Reaktionsverhalten, die eigenen Bremswege und die anderer Verkehrsteilnehmer eine entscheidende Rolle", resümierte der Fahrlehrer aus Hannover. Anschaulich demonstrierte Gigga den Schülern Bremswege und erörterte mit ihnen die einzelnen Situationen. Die Gymnasiasten erfuhren "am eigenen Leib", dass sich der Anhalteweg aus dem Reaktionsweg und dem Bremsweg zusammensetzt. Die so erlernte Formel wurde anschließend auf das Auto übertragen. Jeder Schüler markierte die Stelle, an der er das Anhalten eines von Gigga gelenkten Autos erwartete. Während viele Schüler den Anhalteweg bei Tempo 30 noch recht gut einschätzen konnten, irrten sie sich bei dem zweiten Teil des Versuches, als der ADAC-Moderator bei doppelter Fahrgeschwindigkeit die nahezu vierfache Anhaltestrecke benötigte. Zum Abschluss des Sicherheitstrainings durften die WBG-Schüler im Auto mitfahren. Wer das Gardemaß von 1,50 Meter noch nicht erreicht hatte, musste zur eigenen Sicherheit hinten im Kindersitz Platz nehmen. Dieser schütze vor Verletzungen, da die Gurte im Auto für Personen ausgelegt seien, die mindestens 150 Zentimeter groß sind, begründete Gigga. Ob vorne beim "Fahrlehrer" oder im Fond: Die Schüler waren überrascht, dass sie bereits bei Tempo 30 "im Gurt hingen", wie es der ADAC-Experte ausdrückte. Am Ende des ungewöhnlichen Verkehrsunterrichts fühlten sich die Schüler nicht nur für ihren Schulweg, sondern für den Straßenverkehr allgemein gewappnet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt