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Angehende Medienproduzenten setzen "Push-in"-Technologie ins rechte Licht

Plötzlich steht das Riesenrad still: Studenten drehen Film auf der Messe

Rinteln (cok). Das Riesenrad, das sich am Abend leuchtend auf der Messe dreht, es stand plötzlich still und alle bunten Lichter gingen aus. Doch der Stromausfall, der die Gäste in der Luft hängen lässt, war nur simuliert. Zehn Studenten der Fachhochschule in Lemgo nämlich drehten einen Film, im Rahmen ihres Studienganges "Medienproduktion".

veröffentlicht am 03.11.2007 um 00:00 Uhr

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Drei von ihnen, Annika Möser, Peter Purrmann und Sebastian Wohlgemuth, standen mit der Kamera auf dem Holzbalkon über der Engel-Apotheke und leiteten von oben das Geschehen, während ihre Kollegen im Menschengetümmel rund um das Riesenrad den Überblick behielten. Ihr kleiner Film hat einen eigentlich recht prosaischenInhalt. Er soll Werbung machen für eine besonders leicht zu handhabende Kabelverbindung, die von der Detmolder Firma für Elektrik-Zubehör und Großelektrik, Weidmüller, hergestellt wird. "Wir haben uns dafür aber eine richtige Geschichte ausgedacht, mit Drehbuch und Schauspielern", erklärt Studentin Annika Möser. "Und in Rinteln drehen wir, weil die Messe so besonders stimmungsvoll ist." Die Hauptperson des Films ist ein Mädchen, das mehrere Situationen erlebt, in denen auf eine etwas unheimliche Weise Strom ausfällt oder elektrische Geräte nicht mehr funktionieren. Während die anderen Mitfahrer im Riesenrad - Rintelner Statisten, die spontan mitspielten - Angst bekommen, weiß sie, dass die so genannte "Push-in"-Technologie es ganz leicht macht, defekte Kabel einfach auszuwechseln. Natürlich war das Projekt mit Jörg Feldmann, dem Besitzer des traditionsreichen Riesenrads, genau abgesprochen. Der zeigte sich sehr angetan von den engagierten Studenten und dem, was er über deren Studiengang Medienproduktion erfuhr, den es überhaupt erst seit dem Jahr 2002 gibt. Wer sich dafür einschreibt, erlernt nicht nur das Handwerkszeug rund um die Produktion von Filmen, Radiosendungen, Grafik-Design, Programmierungen und Computer-Animationen, sondern setzt sich auch mit medienwirtschaftlichen Aspekten in einem integrierten BWL-Studium auseinander. So kommen die Studenten auch alle aus der Werbebranche und begreifen ihr Projekt als besondere Herausforderung, sollen sie die doch "Push-in"-Technologie nicht nur vorstellen, sondern auf ansprechende Weise auch bewirken, dass potentielle Kunden die Detmolder Firma für den richtigen Ansprechpartner halten. Dass sie schöne Bilder eingefangen haben, ist klar: Das bunt leuchtende Riesenrad auf der Abendmesse dreht sich wieder sehr romantisch...

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