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Gelungenes Neujahrskonzert der Schaumburger Big Band in der Musikschule

Plötzlich dampft der "Chatta-nooga Choo Choo" durch den Konzertsaal

Bandleader Nikolaus Dietrich ist in seinem Element: Mit Verve dirigiert er die Big Band durchs jazzige Repertoire. Fotos: mig Bückeburg (mig). Mit Volldampf ins neue Jahr: richtig Gas gaben die Musiker der "Schaumburger Big Band" bei ihrem Neujahrskonzert in der Musikschule der Schaumburger Märchensänger. Mit Bandleader Nikolaus Dietrich am Schaltpult und vielen Old-School-Klassikern im Handgepäck ging vor zahlreichen begeisterten Zuhörern die Post ab.

veröffentlicht am 13.01.2007 um 00:00 Uhr

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"Happy Musik" versprach "Big Boss" Dietrich den Gästen zu Beginn, und tatsächlich wirkte der "Easy Listening"-Sound der Band von Beginn an wie eine Glückspille. Der Bandleader marschierte vor seinen jungen Musikern hin und her und animierte das Publikum ständig zum Mitsingen und Mitklatschen. Neben der sportlichen Leistung des Dirigenten beeindruckte vor allem die musikalische Bandbreite: von Dixieland über Jazz bis hin zur Marschmusik war wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Neben den Standards "Tequilla", "Chatta-nooga Choo Choo" oder "Mister Sandman" spielten die glänzend aufgelegten Solisten auch schwierige Stücke wie "Dob's Boogie" und "Tuxedo Function." Nach einem erfolgreichen Jahr mit Konzerten beispielsweise in Berlin und Thüringen hatten die Musiker genug Selbstvertrauen, um sich schließlich auch auf absolutes Neuland zu wagen. Das herrlich schräge Gospel-Funk-Stück "Glory funky Halleluja" mit seinen Marschmusik-Elementen und dem treibenden Rhythmus kam beim Publikum richtig gut an. Geschrieben hat das Stück ein Eigengewächs - Posaunist Felix Grossmann sampelte dafür die Melodie von "Glorie Halleluja". Der junge Toningenieur widmete sein Meisterstück Dirigent Dietrich "and his amazing Big Band." "Ich wusste, dass er Spirituals mag, deshalb habe ich das als Ausgangsmaterial gewählt", erklärte Grossmann. Inzwischen betreibt der Komponist eine kleine Firma in Niedernwöhren - vielleicht werden dort auch bald Filme vertont. Besonders stolz auf die gelungene "Uraufführung" des Werkes war Nikolaus Dietrich: "Ich habe schon ein neues Stück bei ihm in Auftrag gegeben", betonte er. Aber nicht nur Posaunist Grossmann zeichnete sich während des Konzertes aus - auch die Solisten Johannes Kubetzko (Tenorsaxophon), Klaas Kühnau (Altsaxophon), Martin Krieger (Trompete) und Timo Pflugradt (Posaune) bekamen Szenenapplaus. Einen besonderen Beifall verdiente sich Sophie Rhykena, die an der dritten Trompete einen Solopart hatte - sie spielte auf einem von Helmut Preul (langjähriger Vorsitzender der Musikschule) gestifteten Instrument. Das Konzert endete erst nach langem Beifall und Zugaben mitdem zackigen "Zillertaler Hochzeitsmarsch". Eine weitere musikalische Aufbauspritze bekommt man am morigen Sonntag um 17 Uhr - dann wird in der Musikschule eine "Latin Jazz Soiree" veranstaltet.

Mit vollen Backen prustet Timo Pflugradt den Zuhörern sein fetzi
  • Mit vollen Backen prustet Timo Pflugradt den Zuhörern sein fetziges Posaunensolo entgegen.


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