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Plötzlich brach unter zwei Häusern der Boden weg

Die Menschen in Nachterstedt in Sachsen-Anhalt sind entsetzt. In ihrem Ort ist etwas Schlimmes passiert. Am Samstagmorgen ist ein komplettes Haus in einen See gerutscht. Auch ein halbes Mehrfamilienhaus und eine Straße fehlen. Das Ufer des Sees ist einfach weggebrochen. Nachterstedt liegt im Bundesland Sachsen-Anhalt.

veröffentlicht am 23.07.2009 um 19:00 Uhr

Der See heißt Concordia-See. Bei Nachterstedt wurde früher Braunkohle abgebaut. Dadurch entstand ein riesiges Loch. Als die Menschen aufhörten, Kohle abzubauen, legten sie in dem Loch den See an. Nun ist ein großer Teil des Ufers in den See gerutscht. Ein riesiger Krater ist zu sehen. In dem Haus, das komplett in den See gerutscht ist, waren drei Menschen. Die Helfer haben tagelang nach ihnen gesucht, aber niemanden gefunden. Jetzt sind sich alle sicher, dass die drei Leute gestorben sind. Die Bewohner des zweiten Hauses waren im Urlaub.

Die Helfer haben am See Risse im Boden gefunden. Das könnte bedeuten, dass noch mehr Erde abrutscht. Deswegen dürfen einige der Dorfbewohner nicht in ihre Häuser zurück. Sie wurden in Notunterkünfte gebracht, dort sind sie sicher. Später sollen für sie neue Wohnungen und Häuser gefunden werden. Das Bergbauunternehmen, das für die Flutung des Braunkohlewerks verantwortlich ist, will den Menschen jetzt helfen. Sie sollen Geld bekommen, um sich wichtige Dinge wie Bekleidung oder etwas zu essen kaufen zu können.

Warum das schlimme Unglück passiert ist, ist unklar. Experten rechnen damit, dass das auch nicht so schnell geklärt werden kann. Einige glauben, dass der frühere Braunkohle-Abbau Schuld hat. Andere denken, dass heftiger Regen dazu geführt hat. Doch das ist wohl eher unwahrscheinlich, weil es gar nicht so viel geregnet hat, sagt ein Wetterexperte.cl



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