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Piraten gibt’s heute noch

Früher segelten Piraten mit Augenklappe und Holzbein auf den Weltmeeren umher. Der Kapitän stapfte mit einem Papagei auf der Schulter über das riesige Segelschiff und kommandierte seine Mannschaft herum. Mit dem Totenkopf auf der Flagge kämpften sie untereinander um die Herrschaft der Meere. Sie waren auch immer auf der Suche nach Gold und Schmuck. Viele Kinder stellen sich Piraten so vor.

veröffentlicht am 27.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 04.02.2011 um 16:56 Uhr

Heute sind Piraten nicht mehr mit Segelschiffen, sondern mit Motorbooten auf dem Meer unterwegs.

Früher segelten Piraten mit Augenklappe und Holzbein auf den Weltmeeren umher. Der Kapitän stapfte mit einem Papagei auf der Schulter über das riesige Segelschiff und kommandierte seine Mannschaft herum. Mit dem Totenkopf auf der Flagge kämpften sie untereinander um die Herrschaft der Meere. Sie waren auch immer auf der Suche nach Gold und Schmuck. Viele Kinder stellen sich Piraten so vor. Doch gibt es so etwas heute überhaupt noch? Wer ab und zu Nachrichten schaut oder hört, dem ist vielleicht aufgefallen, dass auch heute noch über Piraten berichtet wird. Es gibt sie nämlich immer noch. Allerdings haben sie weder eine Augenklappe noch ein Segelboot. Die Seeräuber von heute sehen ganz anders aus. An der Küste in Afrika fahren viele große Frachtschiffe entlang. Diese liefern uns Nahrung und andere Güter. Die heutigen Piraten überfallen diese Frachtschiffe. Allerdings nicht mit Säbeln und Schwertern. Die Piraten fahren mit kleinen Schnellbooten und sind mit Maschinengewehren bewaffnet. Haben sie das Frachtschiff erobert, klauen sie die Waren. Entweder sie verkaufen die erbeuteten Sachen dann oder sie fordern Lösegeld von den Besitzern des Schiffes. Das heißt, die Piraten geben das Schiff erst zurück, wenn sie viel Geld dafür bekommen haben. Die Menschen, die heute noch Schiffe überfallen, haben aber nichts mehr mit den Piraten von früher zu tun. Sie kommen meistens aus armen afrikanischen Ländern. Dort geht es den Menschen sehr schlecht. Viele haben kaum Geld, um ihre Kinder zu ernähren. In vielen Ländern dieser Region herrscht außerdem Krieg. Die Menschen wissen nicht, wo sie Geld und Lebensmittel herbekommen sollen. Irgendwann kommen sie auf die Idee, andere Leute zu überfallen und Geld und Nahrung einfach zu klauen. Doch auch, wenn sie nur ihrer Familie helfen wollen, begehen sie ein Verbrechen. Die Länder in Europa versuchen, diese Überfälle zu verhindern. Dazu haben sie Soldaten und Kriegsschiffe an das Horn von Afrika geschickt. Die Schiffe der Marine sollen die Frachter vor den Angriffen der Seeräuber beschützen. Die modernen Piraten sind genauso gefährlich wie jene aus den Seefahrergeschichten. Wenn die Piraten erwischt werden, werden sie zu uns nach Europa gebracht. Dort werden sie vor Gericht gestellt und es wird geklärt, was mit den Piraten passieren soll. Aber auch hier in Europa gibt es oft noch Probleme mit den Piraten. Sie können nämlich kein Wort Deutsch sprechen.

Es gibt aber auch ganz andere Arten von Piraten. Als Musikpiraten werden zum Beispiel Menschen bezeichnet, die sich Musik aus dem Internet herunterladen, ohne dafür zu bezahlen. Das ist verboten, weil die Sänger und Bands sonst für ihren Beruf kein Geld bekommen. Wenn jemand Texte aus dem Internet verändert und dann behauptet, diese wären von ihm oder anderen Leuten oder auch Computerviren schickt, ist vom Netzpiraten die Rede. jom/dos

So stellen sich viele die Piraten vor: Augenklappe, Totenkopf und mit Schatztruhe. Fotos: dpa


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