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Katharinen-Kirche wird für 130 000 Euro saniert / Neue Heizung geplant / Kirchenbank auf der Straße verloren

Pilzbefall im Holzfußboden und an den Seitenwänden

Kathrinhagen (la). Stille und Besinnlichkeit können die Kathrinhäger in der Katharinen-Kirche derzeit nicht finden: Handwerker gehen in der Ende des 11. Jahrhunderts erbauten romanischen Wehrkirche ein und aus. Der Holzfußboden wurde bereits herausgerissen, mit Presslufthämmern wurden die Sockel der Wände bearbeitet.

veröffentlicht am 26.09.2007 um 00:00 Uhr

Das Kirchenschiff ist ausgeräumt, die Wände werden für den neuen

"Ursprung der Kirchensanierung war eigentlich eine neue elektrische Bankheizung, die installiert werden sollte", erklärt Christian Skibbe vom Amt für Bau und Kunstpflege in Hannover. Küsterin Stefanie Schulte-Rolfes hatte immer wieder mit Problemen zu kämpfen. "Die Heizung fiel oft aus und dann auch gleichzeitig die Elektrik", erzählt sie. Daher habe sie Nachforschungen angestellt und festgestellt, dass die Rohre noch aus dem Jahr 1951 stammen. Die neue Heizung wurde beantragt und sollte installiert werden. Aber wer schon einmal einen Altbau saniert hat. der weiß, dass man dabei nicht vor unliebsamen Überraschungen gefeit ist - so auch in der Katharinen-Kirche. "Um die Heizung zu installieren musste der Holzfußboden aufgenommen werden und dabei stellten wir fest, dass an einigen Stellen Feuchtigkeit eingedrungen war", so Skibbe. Also wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten in Auftrag gegeben. Alles Holz, bis auf die Empore, wurde entfernt - der Fußbodenund die Holzverkleidung im unteren Bereich der Wände. "Auch in der Sakristei musste das Holz raus, weil es bereits vom Pilz befallen war", erläutert Skibbe. In der Sakristei wird roter Wesersandstein auf dem Boden verlegt. "Angepasst an den Altarraum", erklärt Skibbe. Holz sei wegen der erneuten Gefahr von Pilzbefall in dem mittelalterlichen Gebäude nicht sinnvoll. Im Bankbereich des Kirchenraumes will man darauf aber nicht verzichten. Hier wird, wenn die Leitungen für die neue Heizung verlegt sind, ein neuer Eichenboden eingepasst. "Allerdings halten wir damit genügend Abstand zu den feuchten Wänden und sorgen für eine gute Belüftung", erklärt Skibbe. Die Sockel der Wände bleiben holzfrei. Sie werden neu verputzt und von einem Restaurator, passend zu den Farben der mittelalterlichen Wandmalereien, gestrichen. Bis Mitte Januar 2008 sollen die Sanierungsarbeiten dauern. Den Gottesdienst feiern die Kathrinhäger bis dahin im Gemeindehaus. Insgesamt entstehen Kosten in Höhe von 130 000 Euro. 100 000 Euro zahlt die Landeskirche Hannover. Die Kosten für die Heizung in Höhe von 30 000 Euroübernimmt der Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg. Von einer kleinen Panne berichtet Stefanie Schulte-Rolfes. "Die Kirchenbänke wurden von Tischlern auf einen Anhänger verladen und bei Familie Stelling in der alten Mühle untergestellt. Auf der Fahrt dorthin fiel eine kleinere Kirchenbank unbemerkt vom Anhänger und lag mitten auf der Straße", erzählt die Küsterin. Bauer Fritz Kuhlmann habe sie schließlich "eingesammelt" und an Ort und Stelle gebracht.

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