weather-image
10°
Anne-Marie Matthias neue Auetaler Jugendbetreuerin / Gemeinde will Jugendarbeit fördern

Pilotprojekt für Kinder und junge Leute

Kathrinhagen (la). Für die 20-jährige Erzieherin Anne-Marie Matthias aus Ohndorf könnte es der Schritt in ein festes Arbeitsverhältnis sein, für die Gemeinde Auetal der Weg zu einem hauptamtlichen Jugendpfleger, und für die Kinder und Jugendlichen ist es bestimmt ein tolles Angebot.

veröffentlicht am 17.11.2006 um 00:00 Uhr

Die Auetaler Jugendbetreuerin Anne-Marie Matthias an ihrem Arbei

Die Gemeinde Auetal hat am 1. November ein Pilotprojekt zur Förderung der Jugendarbeit gestartet. Anne-Marie Matthias wurde über das Job-Center in Stadthagen ins Auetal vermittelt, um sich in Kathrinhagen für die offene Jugendarbeit der Gemeinde Auetal einzusetzen. Sie ist die neue Ansprechpartnerin für die 100 Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 18 Jahren und will mit ihnen gemeinsam und den örtlichen Vereinen Ideen und Wünsche für die Freizeitgestaltung verwirklichen. Initiator des Pilotprojektes ist Ortsvorsteher Manfred Spenner. "Vor gut zwei Jahren habe ich, da ich immer wieder auf das Thema Jugendarbeit angesprochen wurde, mit denörtlichen Vereinen, der Kirche und den Kindern und Jugendlichen gesprochen, Gedanken aufgeschrieben und Anregungen gesammelt", erzählt Spenner. Gemeinsam mit Uwe Böhm vom TSV Kathrinhagen, Mirko Spenner vom Schützenverein, Andreas Schwab von der Feuerwehr und Ann-Karin Wehking von der Kirchengemeinde, traf sich Spenner regelmäßig, um zu besprechen, wie es gelingen könnte, die 50 Kinder aus Kathrinhagen, die noch nicht in einem der Vereine sind, "von der Straße zu holen". Schließlich wurde auch eine Veranstaltung auf dem Sportplatz für die Jugendlichen organisiert. "Nach den ersten Gesprächen wurde aber schnell klar, dass wir professionelle Hilfe benötigen. Diese Hilfe haben wir nun bekommen", freut sich Spenner. Mit Unterstützung aller Vereine und unter der Regie von Anne-Marie Matthias soll die Jugendarbeit nun koordiniert werden. In diesen Tagen wurde in Kathrinhagen ein Infoblatt verteilt, in dem sich die neue Jugendbetreuerin vorstellt und um Mitarbeit bittet. "Dieses Heft soll wöchentlich erscheinen, um die Kinder und Jugendlichen immer auf dem Laufenden zu halten, was neue Aktionen und Veranstaltungen angeht", so Matthias. Aus diesem Grund sucht die Jugendbetreuerin auch drei bis vier Redakteure aus dem Kreis der Jugendlichen, die ihr helfen stets die aktuellen Neuigkeiten und Informationen zu Papier zubringen. Die ersten Angebote sind bereits geplant. So soll demnächst in der Grundschule in Rehren gebacken und gekocht werden, eine Fahrt in die Eishalle in Lauenau ist vorgesehen, eine Lan-Party, Musikveranstaltungen und Klöntreffs. Die Vereine stellen dafür ihre Räume zur Verfügung und arbeiten aktiv mit. So will der TSV einen Kicker anschaffen, über die Schützenkapelle soll eine Musikausbildung angeboten werden, der Nabu will heimat- und naturkundliche Angebote organisieren und die Kirche Leseabende. Wichtig ist den Organisatoren, dass die Teilnahme an allen Veranstaltungen kostenlos ist. "Wir wollen offene Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort bieten", sagte Spenner. Ziel sei es, über die offene Jugendarbeit die Kinder und Jugendlichen an Vereine und Gruppen in Kathrinhagen zu binden und das Wir-Gefühl für das Dorf zu fördern. Finanziert werden die ersten Aktionen aus dem Erlös der Veranstaltung auf dem Sportplatz. "Wir könnten uns für die Zukunft die Gründung eines Jugend-Fördervereins vorstellen", so Spenner. Die Stelle von Anne-Marie Matthias ist zunächst für ein halbes Jahr durch das Job-Center abgesichert. "Wenn das Pilotprojekt erfolgreich ist, könnte ichmir vorstellen, mindestens eine Halbtagsstelle für einen Jugendpfleger im Auetal zu schaffen", sagte Bürgermeister Thomas Priemer, der die Aktion unterstützt. Anne-Marie Matthias ist immer montags, mittwochs und freitags von 13 bis 18 Uhr im Büro des Ortsvorstehers erreichbar. "Ich werde alles aufgreifen, und mit eurer Hilfe wird es gelingen, dass die Ideen keine Luftschlösser bleiben, sondern in die Tat umgesetzt werden", verspricht die 20-Jährige.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare