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Kritische Töne bei der Entlassungsfeier der Herderschule / Guter Jahrgang

Pflichtunterricht wird abgedeckt - alles andere ein Opfer des Rotstiftes

Bückeburg (mig). Schulzeit adé: Alle 132 Schüler des zehnten Jahrgangs haben in diesem Jahr die Herderschule mit einem Abschluss verlassen, 91,6 Prozent haben das Ziel der Schule erreicht. "Das ist erfreulich", betonte Rektorin Christiane Marx und verabschiedete die jungen Erwachsenen in die "vermeintliche Freiheit". Das Rahmenprogramm wurde von Band und Chor der Schule (Leitung Wolfgang Fiebig) ge staltet.

veröffentlicht am 07.07.2008 um 00:00 Uhr

Anna-Lena Suchland und Mari Ines: wurden für ihren Einsatz in de

"Ich wünsche euch, dass ihr auf diesem Fundament, das Elternhaus und Schule angelegt haben, gut bauen könnt, dass ihr eure Möglichkeiten ausschöpft", sagte Marx in ihrer Ansprache. "Für uns war es immer wichtig, die Weichen für euch richtig gestellt zu haben." Im Anschluss machte die Rektorin auf aktuelle schulpolitische Probleme aufmerksam. "Wir bekommen nur noch die Möglichkeit gerade mal den Pflichtunterricht abzudecken, alles andere fällt dem Rotstift zum Opfer", so Marx. Manchmal frage man sich, ob es sich überhaupt lohne, Stunde um Stunde dranzuhängen. "Aber, wenn ich euch vor mir sehe, dann entschädigt das für alles, dieser Jahrgang entschädigt für vieles!" Im Anschluss an das passende "Gonna fly now" der Band trat Schülervertreterin Sandra Unruh ans Mikrophon. "Wir werden sicher viel von hier mitnehmen. Klassenfahrten, Ausflüge und die eine oder andere spaßige Schulstunde werden in Erinnerung bleiben", sagte sie. Sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, betonte die Absolventin. Lehrer Dietmar Bitterkleit legte in seiner Gratulations-Rede dann großen Wert auf zeitgemäße Präsentation. Zur thematischen Pop-Musik aus dem Notebook ("Meine Schüler haben mir gezeigt, wie man Musik aus dem Internet herunterlädt") gab er den Absolventen Ratschläge auf dem Weg ins Leben: "Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur zu selten dazu." Lob verteilte Bitterkleit für das hohe Niveau seiner Klasse: "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in der Zehn schon einmal keine Fünf verteilen musste." Bürgermeister Reiner Brombach wählte ein Bild aus dem Sport und verglich die Absolventen mit einer EM-Mannschaft. "Das ist ein toller Jahrgang, jeder hat einen Abschluss. Sie haben ihr Endspiel gewonnen", so Brombach. In Richtung Lehrerschaft sagte der Bürgermeister: "Immer neue Aufgaben prasselnauf die Kollegien herein. Sie haben das in der Vergangenheit mit Bravour erledigt, dass wünsche ich auch für die Zukunft." Den Abschluss bildeten dann Grußadressen von Volker Preul (Vorsitzender des Schulelternrats) und Klaus Wunderlich (Förderverein). Preul mahnte vor Reformübereifer und verwies auf im Vergleich kleinere Klassen in anderen Ländern; Wunderlich ist besorgt über den Rückgang der Mitglieder im Förderverein. Unter anderem wurden die Jahrgangsbesten Mike Lenz und Lena Weiland, außerdem Mari Ines und Anna-Lena Suchland für ihren Einsatz in der Geschichtswerkstatt geehrt. Von den 132 Absolventen haben 77 den SEK 1-Abschluss, 44 den "Erweiterten", sieben den Abschluss Hauptschule nach der 10. Klasse und vier Hauptschule nach der 9. Klasse.



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