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Um Arbeitslose in das Berufsleben zu integrieren: Technologie- und Bildungszentrum im alten Baumarkt eingeweiht

Pflanzen, malern und schweißen auf 9000 Quadratmetern

Rinteln (clb). Schon seit April vergangenen Jahres befindet sich das Gebäude des ehemaligen Marktkauf-Baumarktes in den Händen des Technologie- und Bildungszentrums Paderborn (tbz). Offiziell eingeweiht wurde die neue Einrichtung jedoch erst ein dreiviertel Jahr später - gestern Vormittag.

veröffentlicht am 19.01.2008 um 00:00 Uhr

Offiziell eingeweiht wurde gestern auch der Malerbereich des neu

"Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen", zitierte tbz-Regionalleiter Jörg Östermann Benjamin Franklin in seiner Begrüßungsrede und rechtfertigte damit zugleich die Ausgaben in sechsstelliger Höhe, die in das Gebäude des alten Baumarktes investiert worden sind. Das 9000 Quadratmeter große Gelände umfasst drei hauptsächliche Gewerke: Bau, Metall/Elektro und Garten- und Landschaftsbau. Diese wiederum sind unterteilt in die Berufsfelder Maurer, Maler, Holz und Sanitär; Kfz, Zweirad, Metall und Elektro sowie Floristik. Zusätzlich gibt es zwei modern eingerichtete Schulungsräumeund einen Computerraum, in denen Lehrgänge stattfinden. In all' diesen Bereichen haben 30 Personen, hauptsächlich Jugendliche ohne berufliche Perspektive sowie Langzeitarbeitslose die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Berufen vertraut zu machen und sich wieder in die Arbeitswelt einzugliedern. Hergestellt wird der Kontakt zum tbz über das Job-Center, welches Arbeitslose an das Bildungszentrum verweist. Dort werden dann zunächst Gespräche geführt, danach werden die Betroffenen für drei Wochen in einen der Bereiche eingeteilt, erzählt Werner Tünge, der als von zwei Sozialpädagogen seit Anfang an in der neuen Einrichtung arbeitet. "In diesen drei Wochen beobachten wir, wie die Leute sichgeben, wie engagiert sie sind und wie sie sich verhalten, um sie anschließend beurteilen zu können", erläutert der Sozialpädagoge. Die Beurteilung werde dann zum Jobcenter zurückgeschickt und dort ausgewertet. Ziel sei es, diese Leute wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Michael Stemme, Geschäftsführer des Job-Centers Schaumburg, zeigte sich erfreut, dass mit dieser neuen Bildungseinrichtung das Jobcenter bei der Entwicklung individueller Integrationsstrategien in den ersten Arbeitsmarkt unterstützt werde. Gerade Maßnahmen zur Eignungsfeststellung seien für langzeitarbeitslose Menschen sehr häufig erforderlich, um die noch vorhandenen Fähigkeiten und Talente zu erschließen. Auch der Standort des tbz in Rinteln sei gut, so Stemme weiter. Das Gebäude befinde sich in der Nähe des Bahnhofes, außerdem bestehe die Möglichkeit, Praktika in den Nachbarstädten Hameln und Minden zu absolvieren. An diesen Punkt knüpfte auch Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz an: "Wir haben in Rinteln einen wichtigen Schritt getan, um die Fachkräftebasis für morgen zu sichern." Mit dem Bildungszentrum und seinen vielschichtigen Angeboten habe man eine "tolle Nachnutzung" für den alten Baumarkt gefunden, lobte Buchholz. Auch von Seiten der Nachbarschaft habe er nur positive Rückmeldungen bekommen.

...und der Maurerbereich mit Zement und Steinen.
  • ...und der Maurerbereich mit Zement und Steinen.
Der Außenbereich mit Gewächshaus und Beeten...
  • Der Außenbereich mit Gewächshaus und Beeten...

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