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Initiative will Interesse an der Natur wecken / Osterglocken für den Sonnenhof

Pflanzaktion - da blühen auch die Kindergarten-Kinder richtig auf

Obernkirchen (clb). Für viele Kinder des evangelischen Kirchenkreises und des Kindergartens am Kammweg ist die Pflanzaktion "Obernkirchen blüht auf" am Mittwochnachmittag hinter dem Gemeindehaus eine völlig neue Erfahrung gewesen - denn die meisten von ihnen wissen kaum etwas über Gärten und Blumen.

veröffentlicht am 27.10.2006 um 00:00 Uhr

Die Helfer: Jürgen Harmening von der Stadt Obernkirchen, Gerd Ki

"Ich habe noch nie Blumen eingepflanzt. Das machen mein Papa und meine Schwester immer", erzählt die sechsjährige Sarah Arnold. Auch Michaela Mercedes Obermeier weiß zuerst noch gar nicht richtig, wie das überhaupt geht. "Trotzdem macht es mir Spaß - es ist mal was anderes", meint die Fünfjährige aus der Kindergartengruppe. Zum fünften Mal findet die Aktion "Obernkirchen blüht auf" nun statt. "Bislang standen jedoch die Blumenschmuck-Wettbewerbe im Vordergrund, dieses Mal ist es aber die Idee, frühzeitiges Interesse bei Kindern an der Natur zu wecken", erklärt Joachim Gotthard, Sparkassenleiter und Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsvereins. Neben der Sparkasse und dem Verein für Wirtschaftsförderung sind noch zwölf weitere Veranstalter an der Verschönerungsaktion beteiligt, darunter Gärtnereien, Blumengeschäfte und Gartenbauvereine. Die einzupflanzenden Zwiebelknollen wurden vom Stadtmarketing gesponsort. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Bürgermeister Horst Sassenberg alle Anwesenden mit einer kurzen Rede, die vor allem an die jungen Besucher gerichtet war. Er betonte, dass die Kinder mit ihrer Hilfe bei der Pflanzaktion dazu beitragen würden, etwas mehr Leben in die Bergstadt zu bringen. Zudem hätten die Bewohner des benachbarten Seniorenheims "Sonnenhof" Freude an einer Blumenvielfalt mit bunten Farben, so Sassenberg weiter. Im Frühjahr, wenn aus den Zwiebelknollen Blumen geworden seien, könnten die Kleinen dann "ihr eigenes Werk" bewundern. Kaum hatte er die letzten Sätze ausgesprochen, ging es auch schon los: Etwa zwanzig Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren stürmten auf die ausgegrabenen Flächen zu, die bereits zu geometrischen Kreisen und Schneckenformen vorgestaltet waren. Mit Hilfe von Betreuern und Mitarbeitern der Gartenbetriebe wurden die vorgegebenen Flächen geharkt und umgegraben, um anschließend die Krokus- und Osterglockenzwiebeln einzupflanzen. Nach einer knappen Stunde waren alle tausend Zwiebelknollen unter der Erde und die letzten Verfeinerungen wurden von den Gartenfachkräften übernommen. Gerd Kirchner vom "Obern-Kirchner" Garten- und Landschaftsbau, einer der Begleiter der Aktion, ist erfreutüber die positive Zusammenarbeit mit den Kindern: "Die Kleinen haben eine richtige Energie entwickelt, wie man sie sonst gar nicht bei ihnen kennt. Es ist wichtig, dass Kinder schon in frühen Jahren Vertrauen zur Natur fassen, denn sie sind unsere Zukunft - ebenso wie es die eingepflanzten Blumenzwiebeln später einmal sein werden."

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