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Münderanerin im Wahlkreis 36 zur Landtagskandidatin gekürt / Deppmeyer behauptet seine Position

Petra Joumaah siegt mit einer Stimme mehr

Hameln-Pyrmont (joa). Bei der Wahlkreisversammlung, zu der der CDU-Kreisverband Hameln-Pyrmont seine Mitglieder in die Stadthalle nach Hessisch Oldendorf eingeladen hatte, sind gestern Abend die Würfel gefallen: Petra Joumaah aus Bad Münder und Otto Deppmeyer aus Hemeringen werden bei den Wahlen zum Landtag im Januar 2013 für ihre Partei als Kandidaten zur Wahl stehen.

veröffentlicht am 20.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.11.2012 um 16:17 Uhr

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Überraschungen, dass noch ein unerwarteter Aspirant am gestrigen Abend seinen Hut in den Ring wirft, blieben aus; auch wenn noch kurz vor Beginn der Aufstellungsversammlung gemunkelt wurde, im Wahlkreis 38 – er umfasst Hameln, Hessisch Oldendorf und Rinteln – könnte noch eine Gegenkandidatin zu Deppmeyer auftauchen.

Otto Deppmeyer (64) ist seit 2008 Abgeordneter des Niedersächsischen Landtags. Seit 1970 selbstständiger Landwirtschaftsmeister, war er seit 1969 Mitglied eines beratenden Ausschusses bei der EU Kommission in Brüssel. Deppmeyer ist verheiratet und hat zwei Kinder. Von den 726 stimmberechtigten Mitgliedern im Wahlkreis 38 waren bei der Versammlung mit 81 anwesenden knapp 11 Prozent präsent. Hiervon lehnten sechs Christdemokraten Deppmeyers Kandidatur ab. 75 Parteifreunde stimmten aber einem möglichen weiteren Einzug des Hemeringers ins hannoversche Parlament zu. Damit kam Deppmeyer auf über 90 Prozent der möglichen Stimmen.

Im Wahlkreis 36, der Bad Pyrmont, Bad Münder, Aerzen, Emmerthal, Coppenbrügge und Salzhemmendorf umfasst, hatte die bisherige Landtagsabgeordnete, die Bad Pyrmonterin Ursula Körtner, bereits Anfang dieses Jahres ihren endgültigen Rückzug aus der Landespolitik angekündigt. Sie wird sich im Januar 2013 nach 19 Jahren im niedersächsischen Landesparlament nicht noch einmal um ein Mandat bewerben. Als Nachfolgerinnen waren Petra Joumaah vom Stadtverband Bad Münder und Godula Gericke vom Gemeindeverband Aerzen vorgeschlagen.

Petra Joumaah (55) ist gelernte Krankenschwester und kam vor 30 Jahren mit ihrem Mann, einem Kinderarzt, nach Bad Münder, wo sie heute Ortsbürgermeisterin ist. Sie hat vier erwachsene Kinder – drei Söhne und eine Tochter. Godula Gericke (53) ist, Rechtsanwältin und Notarin mit Büros in Emmerthal und Aerzen sowie Mutter einer erwachsenen Tochter. Bereits in der Legislaturperiode 2001 bis 2006 war sie Ratsmitglied in Emmerthal sowie Abgeordnete des Kreistages – dort als Bauausschussvorsitzende.

Vor der Wahl durch die anwesenden 138 stimmberechtigten Christdemokraten – hier waren immerhin 18 Prozent aller Wahlberechtigten ins Baxmann-Zentrum in Hessisch Oldendorf gekommen – hatten die Kandidatinnen die Möglichkeit, sich dem Plenum vorzustellen. Godula Gericke legte hier den Schwerpunkt ihres politischen Augenmerks auf den Bereich des demografiscchen Wandels und der Strukturschwäche der Region. Petra Joumaah versprach, die Arbeit Ursula Körtners für Hameln-Pyrmont fortsetzen und sich für eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen zu wollen.

Das Votum der Wahlberechtigten war dann denkbar knapp: Von den 137 abgegebenen Stimmen waren 68 für Gundula Gericke. Mit nur einer Stimme mehr machte Petra Joumaah dann das Kandidatinnen-Rennen.

Die unterlegene Bewerberin auf eine Kandidatur im Wahlkreis 36 Godula Gericke (l.) gratuliert Petra Joumaah zur erfolgreichen Wahl.

Foto: wal



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